Zuhören neu verstanden: Was 3.000 Gespräche uns zeigen

Shownotes

Wir alle kennen das Gefühl: Der hört mir nicht zu. Aber stimmt das wirklich – oder steckt dahinter etwas viel Subtileres? In dieser Folge stellt Ursula eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2024 vor, die in elf Experimenten mit über 3.000 Personen untersucht hat, wann wir jemanden eigentlich als gute Zuhörerin oder Zuhörer erleben. Das Ergebnis ist so einfach wie provokant – und hat direkte Konsequenzen für therapeutische Gespräche, Coaching, Konfliktmanagement und unsere tägliche Kommunikation.

Ren, Z. (B.), & Schaumberg, R. (2024). Disagreement Gets Mistaken for Bad Listening. Psychological Science, 35(5), 455–470. https://doi.org/10.1177/09567976241239935

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00:00:09: Ja, lieber Alex.

00:00:23: Herzlich willkommen auch dir!

00:00:24: Vielen Dank.

00:00:25: Hallo.

00:00:25: Dass

00:00:25: du da bist und dass wir da sind?

00:00:28: So ist es ja.

00:00:29: Du hast jetzt schon ... Ich übernehme ganz kurz und frag dich gleich, du hast was sehr Spannendes verweggeschickt mit dem Titel, mir nie zu.

00:00:38: Um was geht es denn da?

00:00:40: Genau, im Grunde ich habe eine sehr spannende Untersuchung gefunden aus dem Jahr zwanzig vierundzwanzig wo's ein bisschen um die Frage geht wann gilt jemand als guter oder schlechter oder gute oder schlechte Zuhörerin?

00:00:53: und ein bissel ist rausgekommen dass Widerspruch schnell als schlechtes Zuhören gewertet wird.

00:00:59: und dazu jetzt ein bisschen genauer.

00:01:01: Wir kennen, glaube ich alle diesen Satz oder auch so einen Eindruck von jemandem hört mir gut zu und da fühle ich mich wohl und ich werte ein Gespräch dann als sehr angenehm und sehr produktiv oder sehr schön und fühl mich da wohl aber auch den Eindruck Oh, jemand hat mir vielleicht nicht so gut zugehört.

00:01:19: Und die Untersuchung ist aus dem Jahr zwanzig vierundzwanzig und man hat in elf Experimenten mit über dreitausend Menschen in den USA gearbeitet, hatte ein bisschen eingeteilt und unterschiedliche Settings gemacht.

00:01:32: also es gab Sprechende, die mit Zuhörenden gepaart wurden und dann hat man die nachher auch bewerten lassen wie sie das Gespräch gefunden haben.

00:01:40: Was die Teilnehmenden an der Studie nicht wussten also die Sprecher nicht wusste war dass die Zuhörenden keine anderen teilnehmend waren sondern dass das Forschungsassistentinnen oder Schauspielerinnen und Schauspieler waren.

00:01:53: Die trainiert wurden dass die wirklich in jedem Gespräch ganz gleich zugehört haben.

00:01:58: Also, dass es da keine großen Unterschiede gab.

00:02:01: und dann wollte man wissen wie empfinden die Sprechenden denn dieses Gespräch?

00:02:07: Und das sehr spannende jetzt für uns dann spannende ist, dass ob jemand als gute Zuhörerin guter Zuhöhrer wahrgenommen wurde, das hing vor allem daran, ob die Person dem zugestimmt hat was die sprechende Person erzählt hat oder ob sie Widersprochen hat.

00:02:27: Also die Themen zum Beispiel, die waren ganz unterschiedlich vielleicht das noch ganz kurz.

00:02:32: Das waren gesellschaftspolitische Fragen oder es ging um Themen wie Redefreiheit oder hypothetische Entscheidungen.

00:02:40: wenn eine Situation so wäre, wie würde man entscheiden?

00:02:43: und man hat's auch in unterschiedlichen Formaten gemacht mit Video Chat und ganz anderen Situationen.

00:02:49: was aber immer wieder sich bestätigt hat Wusste, um welches Thema es ging oder so.

00:02:55: War das ein Gegenüber als bessere Zuhörerin eingeschätzt wurde?

00:03:04: Wenn eben die Meinung übereingestimmt hat und schlechter wenn jemand widersprochen hat.

00:03:11: Spannend!

00:03:12: Ich finde das eigentlich

00:03:13: ganz schön spannend.

00:03:15: Anscheinend unabhängig das Inhalts.

00:03:17: Ob ich jetzt über was rede, dass mich sehr emotional begeistert oder nicht?

00:03:20: Das anscheinend nicht so dramatisch sondern es geht wirklich mehr um die Rückmeldung, oder?

00:03:26: Ganz genau.

00:03:26: und man hat auch noch ein bisschen hinterfragt wie hat denn auch der Sympathie-Eindruck welche Rolle hat der?

00:03:35: Man hat auch da zeigen können oder sehen können, dass dieser Effekt dann bestehen bleibt.

00:03:40: Auch wenn ich grundsätzlich positive Eindrücke von der Person habe und sie mir sympathisch ist, die mir zuhört, kann es trotzdem sein, dass ich mir denke, was so gut hat?

00:03:49: sie vielleicht nicht zugehört?

00:03:50: Weil sie hat mich nicht zugestimmt!

00:03:52: Also das ist nichts, was sich die Sprechenden natürlich gedacht haben aber was einfach bei der Befragung daraus gekommen ist.

00:03:58: Also Zustimmung schlägt alles.

00:04:04: hat schon einen großen Einfluss, glaube ich auf unsere Praxis und auf unserer tägliche Kommunikation.

00:04:10: Auf jeden Fall!

00:04:11: Also das würde mich jetzt interessieren wie du das dann so in die Praxis überführen würdest beziehungsweise schon anwendest?

00:04:20: Ja also ich glaube was ganz wichtig ist es dass wir das bewusst haben und vor allem gerade für unser Setting im Coaching oder bei dir in der Psychotherapie ist manchmal ist es ja so Auch diese Aufgabe haben, neue Perspektiven einzubringen.

00:04:37: Oder Perspektive zu erweitern oder Haltungen auch mal zu hinterfragen mit den Menschen, mit denen wir arbeiten.

00:04:43: und ich glaube da ist es ganz wichtig betonen oder wiederholen, dass wir gehört haben was die Person gesagt hat.

00:04:50: Weil eben ganz schnell der Eindruck entstehen könnte wenn ich nicht einfach nur zustimme was mir erzählt wird ja das ich schlecht zu hören würde und ich glaube das ist für die Beziehung in dem therapeutischen Setting im Coaching Setting einen begleitenden Setting einfach etwas ganz wichtiges.

00:05:07: manchmal kann es sein dass ich vielleicht irgend etwas hinter Frage auch oder dass wir über Schlüsse und Schlussfolgerungen diskutieren in so einer Stunde, oder das besprechen einfach.

00:05:19: Und es wäre ja schade wenn die Person mit der ich arbeite das Gefühl hätte Ich würde sie nicht gut hören!

00:05:25: Das ist ja eigentlich was was wir in unserem Setting möglichst... nicht haben wollen.

00:05:30: Wir wollen, dass sich diese Person auch verstanden fühlt.

00:05:34: Das ist ja unser Anspruch und das kann auch sein, dass ich es eh höre.

00:05:38: Und trotzdem hat die Person mit der ich arbeite möglicherweise den Eindruck Ich höre ihr nicht genau zu wenn ich nicht allem zustimme, was sie sagt.

00:05:46: Vor allem weil es ja normalerweise auch nicht abgefragt wird.

00:05:49: oder also das ist ja nichts so dass man dann am Schluss als Klientin und als Kliente irgendwie ein Fragebogen bekommt.

00:05:54: Also wie verstanden habe ich mich gefühlt?

00:05:55: Das ist ja manchmal auch sehr unbewusst, dass man da irgendwie so ein ungutes Gefühl hat einfach noch sehr in dieser Haltung ist, dass hat man meine Therapeuten oder den Coaches nicht wirklich verstanden und niemand versteht was ich wirklich mein.

00:06:10: Also ja würde ich auch als sehr wichtig sehen.

00:06:14: mir fällt zudem ein einfach aus der hygnesystemischen Ecke das dir sehr bekannte pacing leading Grundkonzept sag' ich einmal also von der Gesprächsführung oder?

00:06:26: Das unterstreicht ja nochmal wie wichtig dieses Pacing oder joinen oder einfach abholen, wenn man es jetzt übersetzt irgendwie ist.

00:06:32: Dass man da durch viel Wiederholung, durch Bestätigung vielleicht eben auch nachfragen habe ich sie richtig verstanden?

00:06:41: das fühlt sich für viele vielleicht an so und so an dass man da eine gute gute Grundhaltung hat also dass da viel Resonanz entsteht die einfach Raum öffnet für Angebote die wir dann machen terapeutisch oder im Coaching die dann in die Allfall natürlich die Wahlmöglichkeiten erweitern.

00:06:57: Ganz genau und das ist ganz wichtig.

00:07:00: Ein Teil dieser Experimentenreihe hat auch gezeigt, es gibt eine einzige Studie oder eine einzige Situation wo's ein bisschen abgefedert wurde aber Wie soll ich sagen, den Effekt nicht aufgehoben hat.

00:07:14: Wo die Zuhörenden ganz besonders drauf getrainiert wurden dass sie ganz viel Respekt für die Perspektive des Sprechers oder der Sprecherin zeigten oder das sie ganz besonders viel Interesse ausdrückten und dann ihnen ganz ganz besonders irgendwie darauf geachtet haben noch einmal zu erklären warum Sie vielleicht trotzdem anderer Meinung sind oder so.

00:07:34: Dann war der Effekt gar nicht so groß wie wenn es nicht gemacht wurde wobei da auch ein bisschen sagen.

00:07:41: Also der Effekt war ein bisschen kleiner, aber es kann halt auch sein dass die sprechen sich dann doch gedacht haben, dass eine gewisse Übereinstimmung mit ihren Ansichten besteht.

00:07:52: Wenn jemand sagt, ich verstehe deine Perspektive?

00:07:55: Ich sehe es trotzdem anders.

00:07:58: Dass das schon wieder als ein kleines bisschen Zustimmung möglicherweise gewertet werden konnte aber trotzdem hilft jedenfalls.

00:08:06: Also wirklich diesen Respekt für die Perspektiven zeigen und betonen, was sich gehört habe.

00:08:12: Manchmal ist sie auch wichtig nachzufragen ob ich jemanden oder etwas richtig verstanden und gehört E so, wie du es beschreibst im Pacing.

00:08:20: Wie wir das auch gelernt haben und aber trotzdem dann natürlich vielleicht auch sehr transparent machen dass es diese Effekte gibt.

00:08:30: Das halte ich ja nicht für ausgeschlossen, dass man das tun kann.

00:08:33: Manchmal haben wir den Eindruck jemand hört uns nicht gut zu aber in uns denkt also nimmt etwas diesen Widerspruch einfach nicht gerne wahr.

00:08:43: vielleicht

00:08:44: Ja, und also mir fällt tatsächlich der David Byrne sein.

00:08:48: Er ist im amerikanischen Therapeut, der viel Bücher geschrieben hat und der kommt eigentlich aus der kognitiven Therapie aber der macht das zum Beispiel erzeichlich so oder hat dann seine Empathieskala und also der gibt den Leuten auch wirklich was ausfüllen bis zur nächsten Stunde und ein Punkt ist dann oft so wie sehr habe ich mich verstanden.

00:09:08: gefühlt hat mein Gegenüber das also wie gut abgeholt und der bestätigt es aber auch, dass es manchmal halt wenn wir nicht danach fragen sehr schnell in eine Richtung gehen kann.

00:09:17: Dass es dann manchmal Stunden gibt, dass die Leute das halt ganz anders aufgefasst haben und wenn da weniger Beinstimmung ist.

00:09:24: Also das ist was glaube ich schwer zu schätzen ist.

00:09:26: Ich glaube wir überschätzen uns in der Fähigkeit, dass wir das wissen und weil sie oft an diesen kleinen Dingen dann scheitert er picken man dann ab und kriegt's gar nicht mit, weil die leute ja auch vielleicht selbst bewusst gar nicht wahrnehmen oder einfach auch sehr höflich sind und das nicht direkt rückmelden.

00:09:44: Von dem her schon sehr spannend, das am Schirm zu haben.

00:09:47: Sehr viel in dieses Pacing-Konzept so wie du es in der Studie beschrieben hast.

00:09:52: Auch in der Stunde zu investieren um zu sagen okay umso mehr Resonanz da ist natürlich umso weniger ist natürlich auch unser Gegenüber angehalten uns dann also immer wieder darauf hinzuweisen dass mit vielleicht auch viele Jahre aber ja dass da irgendwas noch nicht verstanden wurde.

00:10:09: Also ich glaube, dann wird es sozusagen flüssiger!

00:10:13: Genau.

00:10:14: Und was man auch ableiten könnte ist, dass das, was wir vom Zuhören so kennen mit nicken Augenkontakt oder so, vielleicht einfach nicht unbedingt ausreicht.

00:10:26: Das kann gerade wenn es um Themen geht wo die eine Person vielleicht nicht zu hundert Prozent zustimmt, das kann nicht ausreichend sein, dass sich mein Gegenübergehörter fühlt und das finde ich für uns in unseren Settings eine ganz wichtige Geschichte, dass wir das am Schirm haben.

00:10:43: Ja, das und man kann es ja auch gerade wenn man zum Beispiel hypnotherapeutisch arbeitet.

00:10:48: Es ist ja sehr wichtig eben das Gesagten nochmal aufzugreifen und zu verstärken.

00:10:52: also wirklich auch mit dem Wort laut, wenn jemand sagt ... Das ist jetzt sehr spezifisch.

00:10:56: aber wenn jemand sagen das fühlt sich an als ehrlich einen Stein auf der Brust Dann wird das nicht reichen.

00:11:02: oder dann ist es vielleicht verschwendete Möglichkeit zu sagen, aha.

00:11:07: Oder man meldet dann einfach zurück.

00:11:11: Okay, spannend!

00:11:12: Das heißt wie gesagt, das fühlt sich an wie ein großer Stein auf der Brust.

00:11:15: Also alleine das wiederholen oft in einem Setting, indem das passt führt dazu dass die Menschen sich da extremst abgeholt und auch gesehen fühlen in Themen.

00:11:26: Ja, das macht ja... das macht doch irgendwas hin

00:11:29: Absolut.

00:11:30: Und was ich mir noch denke, ist auch in Settings wo es um ein paar Themen oder Gespräche geht – in der Mediation, in einem Konfliktmanagement oder auch mit Teams ….

00:11:41: Ich glaube solche Sätze wie «Du hörst mir nie zu», «Er sieh hört mir nie zur», «Ich werde nie gehört» kommen immer wieder mal vor und da.

00:11:50: dann gut zu überprüfen… Ist das zu hören?

00:11:55: die fehlende Zustimmung, die bei mir ankommt und die sich für mich vielleicht nicht gut anfühlt.

00:12:00: Das zu überprüfen könnte auch da ein spannender Hebel eigentlich sein in so eben Konfliktmanagement-Situationen aus meiner Sicht?

00:12:08: Ja also auch

00:12:08: durch Fragen dann im Endeffekt oder so wie... Also woran würden Sie eigentlich merken oder wie wüssten sie das er oder sie hinzu gehört hat?

00:12:15: Entweder das genau oder wirklich?

00:12:17: es ist inhaltlich dann auch zu überprüfen.

00:12:21: In welchen Punkten hat eine Person das Gefühl nicht gehört zu werden und sind das Punkte, wo die Meinungen vielleicht auseinandergehen?

00:12:29: Und würde dieselbe Person bei Themen, wo man sich einig ist, das unterschiedlich beschreiben oder genauso?

00:12:36: Also es heißt ja nicht dass alle gut zuhören, die widersprechen oder zustimmen oder sonstiges.

00:12:42: Das vielleicht auch noch.

00:12:43: ich weiß nicht ob ich das vorher schon gesagt habe.

00:12:47: hat man noch eine Variation eingeführt in diese Untersuchung, nämlich dass der Effekt gleich ist.

00:12:53: Egal ob die Leute, die man eben geschult hat auf eine bestimmte Art zuzuhören darauf sich fokussieren gut zuzuhören oder schlecht zuzähren.

00:13:03: Also auch wenn jemand absichtlich versucht hat eher schlecht zuzuhören, aber zugestimmt hat inhaltlich, wurde das positiv erwagernommen und die Person als positive, als gute oder guter Zuhörerin eingeschätzt als wenn sie sich bemüht hatte sehr gut zu zuhören und aber widersprochen hat.

00:13:23: Das

00:13:23: ist spannend, okay?

00:13:24: Na ja das bricht diesen Effekt... Also es macht's noch mal klarer oder dass wirklich der Effekt gut herauszustreichen ist von dem her schön.

00:13:32: Jetzt sehen wir ja nachdem ich dir jetzt gut zugehört habe.

00:13:37: Toll!

00:13:37: Hast du gleich geübt werden

00:13:38: müssen?

00:13:38: Habe ich genau.

00:13:40: Würde mich natürlich sehr interessieren was so deine Ideen wären für den Alltag also für die Zuhörerinnen Aus der Branche sind oder auch nicht und sagen, okay was machen jetzt damit untertags.

00:13:54: Also ich glaube unser Hauptgedanke den wir uns gut mitnehmen können, den ich mir auch mitgenommen habe seit ich die Studie erkenne ist wenn ich das Gefühl habe jemand hört mir nicht gut zu dass ich es echt überprüfe.

00:14:07: also stimmt mir die Person nicht zu oder hört sie vielleicht wirklich nicht gut so?

00:14:11: Das kann ja auch sein!

00:14:12: Ja also das will ich ja gar nicht ausschließen wenn ich als sprechende Person mich mal unverstanden fühle, dass ich schon auch im Gespräch vielleicht nachfrage.

00:14:23: Ich habe das jetzt so gemeint oder ich mache es noch einmal konkreter.

00:14:26: Hast du das verstanden?

00:14:27: Oder wie hast du's verstanden?

00:14:29: also, dass man auch quasi immer wieder über das Gespräch wie auf einer Metaebene eigentlich miteinander gut reden kann.

00:14:35: Das halte ich für sehr wertvoll für jede Form von Kommunikation und Zum Beispiel kann ich mich ja auch nach einem Gespräch eben ärgern.

00:14:44: Ich glaube, die Person hat mir nicht gescheit zugehört und ich könnte mir vorstellen dass diese kleine Frage aber hat sie wirklich nicht geschenkt zugehört oder ist sie einfach in nur anderer Meinung?

00:14:54: Und das fühlt sich für mich nicht gut an!

00:14:56: Dass die da ganz viele Entspannungen reinbringen könnten.

00:14:59: Und das zweite, als zuhörende Person und das kann jetzt natürlich für viele Settings gelten aus meiner Sicht.

00:15:06: Also für private Settings, für berufliche Settings, Für Business Meetings und verschiedene auch Verhandlungen die wir vielleicht führen ist dass es wichtig sein kann mein Zuhören wirklich auszudrücken also dass eben ein Nicken nicht ausreicht.

00:15:24: Das ist jetzt vielleicht auch ganz lustig.

00:15:26: Ich habe ja mal beim Radio gearbeitet und wir sind jetzt in einem Medium, wo wir ja auch ganz viel über das reine Gespräch arbeiten.

00:15:35: gerade und bei dem Radio ist es zum Beispiel so dass man am Anfang geschult wird eben nicht um uns zu machen damit man die Tonspur schön hat.

00:15:45: Also damit ich nicht rein, wenn die andere Person was sagt und da übt man ein bisschen es vorwiegend durch Kopfnicken, durch zustimmendes Schauen zu machen und so.

00:15:56: aber nach der Studie ist es halt offenbar wirklich wichtig und hilfreich oder zielführend auch ganz stark verbal zu äußern, was ich gehört habe oder zu bekräftigen.

00:16:09: Ich glaube, ich hab dich

00:16:10: verstanden.".

00:16:11: Oder auch mal zu sagen ja, ich habe Verstanden, was du meinst und ich sehe es trotzdem anders.

00:16:16: Das kann schon ganze andere Kurve dann in Situationen machen.

00:16:19: Weil dagegen ist das oft nicht klar.

00:16:22: also wenn ich eben nicht zustimme heißt für meinen Gegenüber nicht automatisch... Ich habe's verstanden!

00:16:29: Ich habe gut zugehört sondern wenn umso wichtiger, das auch noch mal klar zu machen.

00:16:36: Ich habe zugehört und ich habe es verstanden – ich sehe es trotzdem

00:16:39: anders.".

00:16:39: Genau ja!

00:16:40: Also ich denke, dass man halt nochmal aufgreift was die Person gesagt hat wie sie auch in den manchen Therapischulen sehr improvisiert wird und dass man einfach wiederholt und so hab' ich dich richtig verstanden und das ist der Fall, die geht's um das, das hast du so erlebt oder wie immer... Ist ja kein Ende oder?

00:17:00: Also muss ich da noch nicht sagen, ich sehe es trotzdem anders.

00:17:03: Man kann sie erweitern einfach auch um eine Ebene und sagt okay das ist spannend, das stimmt dem Kern irgendwie.

00:17:09: Da gehe ich mit und würde es halt noch ergänzen um die um die Sichtweise.

00:17:13: Ich meine das ist schon wieder wahrscheinlich sehr therapeutisch.

00:17:14: jetzt so redet kein Mensch im Alltag aber von der Grundidee kann ich ja auch nicht zustimmen oder kann auch sagen Ja ich kann sogar... die Person nachvollziehen und kann das auch wiedergeben.

00:17:26: Das ist wahrscheinlich sehr, sehr kraftvoll dass man sich halt eben wie du sagst abgeholt fühlt und dann kann ich ja trotzdem meine den noch hinzufügen.

00:17:34: Genau!

00:17:35: Und was vielleicht noch ein zusätzlicher Gedanke ist wenn mir wer jemand widerspricht dann kann Bekt werden, dass die Person ehrlich ist.

00:17:45: Dass unsere Gesprächskwalität ja vielleicht eigentlich auch passt und unsere Beziehung passt wenn jemand ehrlich sagt was er oder sie sich denkt und sie sich oder er sich vielleicht auch wirklich ernsthaft mit dem beschäftigt was ich sage einfach nur nicht das kann schon sein der oder die auch gut zuhört und uns auch versteht.

00:18:05: Aber durch dieses Widersprechen kann ja auch eigentlich was sehr Konstruktives entstehen in der Kommunikation?

00:18:12: Ja, ich ist spannend weil die Ebene hat mir irgendwie gefehlt dass in mir so die Idee aufgekommen ist.

00:18:16: gerade wenn ich nicht zustimme impliziert das manchmal ja schon auch dass ich sehr gut zugehört habe und dann wirklich reflektiere und damit arbeite und dann auch eine sehr wie du sagst ehrliche transparente Antwort gebe.

00:18:28: also das kann man durchaus ja irgendwo wertschätzen erleben.

00:18:31: Ja.

00:18:32: Genau, was ich mir jetzt ... Auch noch ein kleines bisschen denke ich, es ist spannend.

00:18:36: Wir reden ja gerade auch ganz viel über Gespräche mit KI und dass die sehr zustimmen und sehr gefällig sind und dass sie ja sehr selten widerspricht oder wir das dann als sehr angenehm empfinden und angenehmen erleben, dass uns eben nicht widersprochen wird oder eben zugestimmt wird.

00:18:54: Und da passt die Studie eigentlich gerade sehr gut dazu und das hat was sehr aktuelleres.

00:18:59: Ja stimmt, perfekt!

00:19:00: Es ist über die KI spürbar, auch wenn die oft übern weiß... übertreibt damit.

00:19:04: Also das ist ja fast schon eine Gefahr, dass man sich in den Ansichten substätig fühlt und oder sich auch überschätzt gibt es ja auch ganz spannende Untersuchungen weil die KI eben so gut kann was in der Studie rausgekommen ist.

00:19:17: aber es ist sehr aktuell

00:19:20: genau und deshalb glaube ich fast das wird da sehr wie soll ich sagen diese Widerspruchgespräche, wo auch mal jemand anderer Meinung ist.

00:19:28: Dass die eigentlich in Zukunft wahrscheinlich für uns gerade wenn wir KI-Gespräche vielleicht ein bisschen mehr gewohnter werden als wir es jetzt gerade schon sind dass die einfach noch viel wertvoller werden können?

00:19:39: Ja man geht nicht... ich glaube wie man verlernt dann ein bisschen ja auch das man da irgendwie eine andere Sichtweise bekommt oder also durch die KI die einfach egal was man reinschreibt sagt ja super genau richtig trau dich nur und toll dass du das machst.

00:19:54: Ja, das stimmt.

00:19:55: Das ist eine schöne Idee dass man da auch sagt okay das ist vielleicht ein Art Wertschätzung oder es wird sehr wertvoll wenn man in einen Diskurs geht und jemand einfach eine andere Idee dazu hat.

00:20:04: Genau ja spannende Gedanken auf jeden Fall.

00:20:08: Toll!

00:20:08: Ja vielen Dank für

00:20:09: unsere nächsten Gespräche.

00:20:11: Und danke fürs Raussuchen.

00:20:12: Es ist eine sehr spannende hilfreiche und wie du sagst aktuelle Studie die man sehr gut integrieren kann in Therapiekroaching aber auch in den Alltag.

00:20:21: Dann lassen wir es gerade mal für heute und wünschen gute Gespräche,

00:20:25: vielleicht

00:20:26: ein paar kleinen Anregungen aus unserer heutigen Folge.

00:20:28: Und ich freue mich dann schon auf die nächste.

00:20:30: Bis zum nächsten Mal!

00:20:31: Du wieder was Spannendes mit haben

00:20:32: wirst.

00:20:32: Ich werde mich bemühen.

00:20:35: Wunderbar.

00:20:35: Tschüss!

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