Kopfzerbrechen - Psychologie Inspiration für Praxis und Alltag

Zwei Studien, zwei Perspektiven, viele Überlegungen! Oder einfach gesagt: Psychologie zum Weiterdenken

Was gibt es Neues in der Welt der Psychologie und vor allem, welche Bedeutung hat es für unseren Alltag und die Arbeit im Coaching und der Psychotherapie? Das besprechen Coachin Ursula Neubauer und Psychotherapeut Alexander Jäger-Waldau in diesem Podcast.
Für jede Folge machen sie sich auf die Suche nach spannenden Studienergebnissen und diskutieren, wie wir sie für uns nutzen können – praxisnah und relevant für die Arbeit mit Klient*innen und als Privatperson.

Kopfzerbrechen ist ein Podcast für alle, die Psychologie nicht nur konsumieren, sondern wirklich begreifen und anwenden wollen. Hier kommen psychotherapeutisches Denken, Coaching-Praxis und aktuelle Forschung zusammen.
Er richtet sich an Therapeut:innen, Coaches, angehende Praktiker:innen sowie an alle Menschen, die Lust auf evidenzbasierte Inspiration und neue Denkimpulse für persönliche Entwicklung haben.

Die Hosts:
Ursula Neubauer ist Coachin, Supervisorin, Schreibtherapeutin, Trainerin und Autorin. Sie hat Germanistik/Psychologie/Philosophie (LA) und Hypnosystemik studiert und ihre eigene Methode Hypnowriting® entwickelt, zu der ein Fachbuch im Carl-Auer-Verlag erschienen ist.
Alexander Jäger-Waldau ist Psychotherapeut (Systemische Psychotherapie), Uni-Lektor und Lehrtherapeut, er arbeitet in seiner Praxis in Wien und online mit Einzelpersonen und Paaren und bietet Gruppenselbsterfahrung an.

hypnowriting.at, jaegerwaldau.at

Kopfzerbrechen - Psychologie Inspiration für Praxis und Alltag

Neueste Episoden

Selbstkontrolle neu gedacht - Was besser hilft, als Willenskraft

Selbstkontrolle neu gedacht - Was besser hilft, als Willenskraft

26m 1s

Willenskraft gilt als Schlüssel zu einem disziplinierten Leben – als Muskel, den man trainieren kann, um Versuchungen standzuhalten. Doch was, wenn die wirklich disziplinierten Menschen gar nicht besonders gut im Widerstehen sind? Alex stellt heute eine Studie vor, die ein überraschendes Bild zeichnet: Menschen mit hoher Selbstkontrolle nutzen Willenskraft erstaunlich selten – und das ist kein Zufall.

www.jaegerwaldau.at
www.hypnowriting.at

Ent, M. R., Baumeister, R. F., & Tice, D. M. (2015). Trait self-control does not predict avoiding temptation: Trait self-control predicts avoiding exposure to temptation. Personality and Individual Differences, 79, 123–128.
DOI: https://doi.org/10.1016/j.paid.2015.02.004

Wenn Lebensgeschichten heilen

Wenn Lebensgeschichten heilen

23m 43s

Wie hilfreich kann Schreiben sein? Ursula stellt in dieser Folge eine Studie vor, die genau das untersucht hat: Über zehn Wochen begleiteten Forschende ältere Menschen mit depressiven Symptomen durch regelmäßige Schreibworkshops – mit einem klaren Fokus auf die eigene Lebensgeschichte. Die Ergebnisse überraschen in ihrer Deutlichkeit. Alex und Ursula diskutieren, was das für die therapeutische und coaching-basierte Praxis bedeutet, warum das Setting beim Schreiben eine größere Rolle spielt als oft gedacht – und weshalb Stift und Papier manchmal mehr leisten können als lange Gespräche.

Mastel-Smith, B. A., McFarlane, J., Sierpina, M., Malecha, A., & Haile, B. (2007). Improving Depressive Symptoms...

 Der Kontext wirkt mit – ob wir wollen oder nicht

Der Kontext wirkt mit – ob wir wollen oder nicht

26m 2s

Macht es einen Unterschied, ob Patientinnen wissen, dass sie gerade ein Schmerzmittel bekommen? Die Antwort überrascht – und hat weitreichende Konsequenzen, die weit über die Medizin hinausreichen. Wir besprechen, was diese Übersichtsarbeit für die therapeutische Haltung, für Transparenz in der Praxis und für den Umgang mit Interventionen im Coaching und in der Psychotherapie bedeuten – und wie praxisrelevant diese Thematik für unsere Arbeit und Alltag ist.

Benedetti, F., Maggi, G., Lopiano, L., Lanotte, M., Rainero, I., Vighetti, S., & Pollo, A. (2003).
Open versus hidden medical treatments: The patient's knowledge about a therapy affects the therapy outcome.
Prevention & Treatment,...

Selbstwirksamkeit als Schutzschild

Selbstwirksamkeit als Schutzschild

16m 28s

Zwei Menschen starten mit derselben Diagnose, demselben Therapieprogramm – und machen doch sehr unterschiedliche Fortschritte. Was erklärt diesen Unterschied? Ursula präsentiert in dieser Folge eine aktuelle Studie, die genau dieser Frage nachgegangen ist. Alex und Ursula diskutieren, was das für die therapeutische und coachingbasierte Praxis bedeutet – insbesondere für die ersten Sitzungen – und welche konkreten Werkzeuge sich daraus für den Alltag ableiten lassen.

www.hypnowriting.at
www.jaegerwaldau.at

Paersch, C., Recher, D., Schulz, A., et al. (2025). Self-Efficacy Effects on Symptom Experiences in Daily Life and Early Treatment Success in Anxiety Patients. Clinical Psychological Science, 13(1), 178–194. https://doi.org/10.1177/21677026231205262