Alte Erinnerungen, neue Verbundenheit: Ein Werkzeug für die Praxis
Shownotes
In dieser Folge stellt Ursula eine druckfrische Studie aus dem Jahr 2026 vor, die einen unerwarteten Umweg zu einem sehr vertrauten Ziel nimmt. Ausgangspunkt ist ein Gefühl, das oft zu Unrecht als bloßes Schwelgen in der Vergangenheit abgetan wird – dabei steckt weit mehr dahinter.
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Green, J. D., Wildschut, T., Sedikides, C., Kneuer, M. A., Hedgebeth, M. V., Di Lauro, I. L., & Barrientos, S. A. (2026). Nostalgia enhances gratitude by fostering social connectedness. Personality and Individual Differences, 252, 113602. https://doi.org/10.1016/j.paid.2025.113602
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00:00:09: Hallo und herzlich willkommen bei Kopfzerbrechen, unserem Podcast für Psychologieinspiration.
00:00:14: Für Praxis-und Alltag.
00:00:16: heute zu dem Thema wie ich dankbarer werde ohne mich um die Dankbarkeit zu kümmern.
00:00:22: Hallo lieber Alex!
00:00:25: Das klingt schon mal verwirrenspannend.
00:00:33: Ich frage dann gleich mal geradeaus, was geht es da?
00:00:36: Dankbarer werden ohne sich darum zu kümmern.
00:00:40: Klingt spannend!
00:00:42: Genau, also es ist natürlich ein bisschen mit Augenzwinkern gemeint.
00:00:46: Es ist nämlich gemeint dass ich Dankbarkeit auch steigern kann indem ich mich nicht ganz stark auf die Dankbarigkeit an sich fokussiere oder irgendwelche Dankbarkeitsübungen direkt mache sondern man hat jetzt und das da geht zu meiner Studie aus dem Jahr zwanzig sechsundzwanzig eine ganz aktuelle Untersuchung.
00:01:03: Man hat herausgefunden Nostalgie etwas ist, was die Dankbarkeit steigern kann und darum geht es eigentlich.
00:01:14: Ich glaube wir kennen das alle oder?
00:01:15: Also man hört ein bestimmtes Musikstück oder man riecht etwas Bestimmtes oder man plaudert mit jemandem über ich weiß nicht irgendein Erlebnis von früher Das Schöne war oder gemeinsame Sachen die man erlebt hat.
00:01:28: Und da wollte man jetzt rausfinden Was kann das denn?
00:01:33: Kann das was, quasi.
00:01:34: Weil manchmal hören wir ja eher auch so sei gut in hier und jetzt, sei in der Gegenwart... Sei nicht zu sehr in der Vergangenheit und solche Sachen.
00:01:42: Aber grundsätzlich kann man die Nostalgie echt auch für was Positives verwenden, und das hat jetzt dieses Forscherinnen-Team daraus gefunden.
00:01:52: Und sie haben versucht eben diese Zusammenhänge herzustellen – also ein bisschen die Frage steigert Nostalgie die Dankbarkeit?
00:01:59: Kleiner Spoiler!
00:02:00: Ja, mal rausgefunden und andere Geschichte… Warum eigentlich oder wodurch?
00:02:07: Und da hat man ein bisschen zeigen können, dass die Nostalgie einfach dieses Gefühl der sozialen Verbundenheit stärkt.
00:02:13: Also dieses Gefühl von eingebunden sein und von Geliebtsein haben wir was gemeinsam unternommen.
00:02:18: Da war etwas Schönes.
00:02:19: Da habe ich mich aufgehoben gefühlt und dadurch steigert auch das dann wieder die Dankbarkeit.
00:02:24: Genau.
00:02:25: Jetzt vielleicht ein bisschen genauer wenn du magst.
00:02:26: Ja ja bitte!
00:02:27: Ich lausche ergriffen.
00:02:30: Oh, ergriffen!
00:02:31: Da muss ich mir jetzt aber besonders zusammenreißen.
00:02:36: Es gibt mehrere Studien.
00:02:38: Die erste Studie wollte ein bisschen herausfinden.
00:02:41: Gibt es so Leute die besonders nostalgisch sind und sind das quasi auch dieselben, die besonders dankbar sind?
00:02:48: Und da hat man einfach Studierende an einer Universität mehrere Online-Fragebögen ausfüllen lassen.
00:02:54: Und zwar mit Nostalgie-Skalen und auch mit welchen für soziale Verbundenheit, welche für Dankbarkeit?
00:03:00: und hat das dann eben in Zusammenhang gesetzt.
00:03:05: Da hat sich gezeigt dass die Nostalgie wirklich mit höherer sozialer Verbundenheid und auch mit Dankbarkeit verbunden waren.
00:03:14: Also die, die angegeben haben, nostalgischer zu sein oder bei denen durch die Antworten das rausgekommen ist, konnte man auch sagen, ah, die war noch dankbarer?
00:03:24: Oder die haben auch dort höhere Werte gehabt genauso wie bei der höheren sozialen Verbundenheit.
00:03:29: Super!
00:03:30: Das heißt es primär geht's auch im nostalgischen Sinn um Beziehungs-Erfahrungen oder also jetzt nicht romantisch aber so generell.
00:03:41: Das habe ich erlebt.
00:03:42: Genau!
00:03:43: ganz genau.
00:03:43: Also offenbar hat Nostalgie, wenn ich so sentimentale zurückdenke irgendwie die Fähigkeit da sowas wie eben soziale Verbundenheit ein bisschen zu aktivieren weil es mich erinnert daran dass mal jemand was Gutes für mich gekocht hat wenn es um einen Geruch geht oder das ich mit jemandem Musik gemacht habe oder ein schönes Lied gehört hab wenn ich dieses Lied hör oder mal getanzt hab zu einer bestimmten Melodie Verbundenheitsgefühl führen.
00:04:14: Ich denke nur, es klingt jetzt sehr hilfreich so für den nächsten Part dem wir besprechen also was Richtung Coaching und Therapie angeht.
00:04:21: Bist du schon soweit oder würdest du gerne noch?
00:04:23: Nein
00:04:25: ich werde vorher noch ein bisschen was über die zweite und dritte studiert werden auch gemacht würde sagen nämlich man ist ganz spannend dass man auch vorhersagen konnte ob Leute die eher nostalgisch sind ob die dann eine gewisse Zeit später auch eher dankbar sind und sich verbunden fühlen.
00:04:44: Das hat man auch gemessen, mit in den Niederlanden ... Und da hat man über einen längeren Zeitraum von sechzehn Monaten getrennt voneinander, diese Dinge abgefragt.
00:04:55: Und zwar zuerst die Nostalgie, viele Monate später die soziale Verbundenheit und wieder viele Monate späte die Dankbarkeit – und man wollte eben wissen, lässt sich es vorher sagen?
00:05:05: Also bei den Personen also die Annahme war, also die, die nostalgischer sind ... fast eineinhalb Jahre später auch dankbarer sein.
00:05:14: Und was glaubst du, was rausgekommen ist?
00:05:17: Naja es könnte schon sein oder?
00:05:19: Also dass es deinen Zusammenhang gibt!
00:05:23: Ja ganz genau.
00:05:24: Das war jetzt glaube ich gar nicht so schwierig zu erraten.
00:05:26: also ja den konnte man auch zeigen.
00:05:28: das die als nostalgischer sich auch beschrieben oder eingeschätzt haben dass die sechzehn Monate später wirklich auch dankbärer waren wirklich signifikant dankbar Ja.
00:05:38: Und das Dritte war noch ein Experiment auch in den Niederlanden, wo man Leute zwei Lieder hören hat lassen – ein nostalgisches und ein total veröhnliches – und sie danach berichten hat lassen über ihre Nostalgie erleben und ihre soziale Verbundtheit und die Dankbarkeit und all diese Sachen.
00:05:58: Dort ist rausgekommen dass sich auch sowohl verbundener mit nahestehenden Menschen als auch dankbarer gefühlt haben.
00:06:06: also einen ganz klaren Effekt Genau, also drei unterschiedliche Herangehensweisen.
00:06:10: Immer mit dem selben Ergebnis.
00:06:12: Nostalgie kann zur Dankbarkeit und zur soziale Verbundenheit führen.
00:06:16: Was ja sehr hilfreich ist in unserer Arbeit!
00:06:19: Das würde ich auch sagen, deshalb habe ich es mitgebracht.
00:06:22: Ich finde nämlich auch und das sind wir jetzt schon bei diesem Teil was bedeutet für Coaching oder Therapie – ich glaube Dankbarkeit zu fördern!
00:06:29: Wir haben so viele Belege wie sehr oder wie positiv sich Dankbarheit auf ganz viele Dinge aufs Wohl befinden und ich weiß nicht was alles auswirkt.
00:06:38: D.h.,
00:06:39: die zu fördern ist natürlich eben in unserem Interesse.
00:06:45: Ich weiß nicht.
00:06:45: Es gibt so Themen, die haben dann schon irgendwann so ein Bad, dass man sich gar nicht mehr hören möchte oder das man sagt ja ich hab echa gehört dankbarkeit jetzt kommt ihr schon wieder damit um die Ecke oder sowas.
00:06:54: aber ich und da finde ich immer fein wenn es zusätzlich noch Dinge gibt, die dasselbe auslösen können.
00:07:01: Aber die vielleicht ein bisschen annehmbarer für manche Menschen sind, die sich denken ja Dankbarkeit.
00:07:05: also das siebenundzwanzigste Dankbarkeits-Tagebuch habe ich jetzt geführt.
00:07:08: Jetzt mag ich vielleicht auch gar nicht mehr andere kippen da voll rein und genießen es ist ja auch toll.
00:07:13: Also ich verspreche hier nicht gegen Dankbarketztagebücher natürlich.
00:07:18: Es
00:07:18: wird ja nicht schlechter weil es älter ist oder?
00:07:22: Genau Genau.
00:07:24: Ich hab nur manchmal das Gefühl, wir haben's dann schon so in den Ohren, dass wir nicht mehr so viel Lust darauf haben.
00:07:30: Beziehungsweise was ich da jetzt das Schöne finde bei der Nostalgie ist, dass die recht niederschwellig ist.
00:07:36: Dass es relativ leicht zugänglich ist.
00:07:38: also du brauchst aktiv ja nicht rasend viel zu tun um das zu fördern.
00:07:43: Sondern da reicht ein Gedanke an ein schönes Erlebnis, oder ich drehe mir einen Musikstück auf.
00:07:48: Oder ich frage meinen Klienten meine Klientin nach Erlebnissen oder Dingen die sie nostalgisch werden lassen und zack kann ich diese positiven Emotionen ein bisschen hervorholen im Idealfall.
00:08:02: Oder in deinem Fall wahrscheinlich gibt es auch so die eine oder andere Schreibidee?
00:08:07: Absolut.
00:08:09: Das Schöne ist natürlich auch gerade, das schreiben kann man ja ganz gut zum Stärken nehmen.
00:08:13: und wenn ich mich jetzt mit einem Klienten oder einer Klientin auf die Suche mache nach irgendeiner Erinnerung
00:08:19: z.B.,
00:08:19: nach einem nostalgischen wo wir der Meinung sind oh die könnte was Schönes auslösen nämlich hier und jetzt dann ist es auch wahnsinnig schön und verstärkend wenn ich das dann ganz genau beschreibe.
00:08:31: Es gibt auch so schöne Formulierungen, dass man im Schreiben die Zeit ein bisschen dehnen kann.
00:08:36: Ich kann dieses Erlebnis richtig auf allen Sinnen beschreiben und die Zeit dehnen.
00:08:41: So es wird sich stehen bleiben und ganz genau sein und detailliert und in die Tiefe gehen und ich weiß nicht was.
00:08:48: Und das erhöht natürlich diese Möglichkeit mich da wieder einzuleben.
00:08:52: Das ist aus meiner Sicht eine ganz feine Sache.
00:08:55: Vielleicht denke ich nur, das ist ein guter Punkt.
00:08:57: Das hat ja auch viel mit unserer Hypno-Brille zu tun oder?
00:09:00: Dass man sich so gewisse Teilaspekte dann einfach auch gut rausholen kann und schreiben um sich damit noch mehr zu assoziieren.
00:09:08: Was war da besonders fein dran?
00:09:10: und wenn immer das war oder wie du sagst natürlich auch zu stretchen was das angeht.
00:09:16: Ja super!
00:09:18: Oder wissen Sie noch, welcher Geruch das war?
00:09:21: Wenn es eine schöne Erinnerung war.
00:09:23: Solche Sachen helfen da sehr.
00:09:26: und was ich mir jetzt auch noch gedacht habe in diesen Gesprächen die wir führen in der Praxis kommen ja immer wieder mal so kleine Erinnerungs-Schnipsel vielleicht.
00:09:38: Dass wir auf die ein bisschen aufmerksamer werden, könnte ich mir vorstellen dass das eine coole Sache wäre.
00:09:43: Also wenn schon mein Klient oder meine Klientin vielleicht über etwas redet wo ich mir denken könnte oh da liegt vielleicht nostalgisch was tolles drinnen dann wär's toll wenn ich da aufmerksam wäre und das nehme uns gleich auch benutze oder nutze eben da ein bisschen mehr dort zu bleiben und vielleicht ein bisschen
00:10:03: Also das gleich auch nicht zu überhören und dann auch wirklich zu nutzen, um dem mehr Raum zu geben oder noch auf vielen Ebenen abfragen.
00:10:10: Jetzt sieht er so angefühlt
00:10:11: im
00:10:12: Körper oder wie war das?
00:10:13: So gibt es einen Satz der gut passt
00:10:16: Genau, und ich glaube auch gerade bei Leuten die sich manchmal ein bisschen vielleicht Einsamkeitsmomente haben oder solche Dinge.
00:10:23: Weil sie ja auch stark in Zusammenhang mit dieser sozialen Verbundenheit hängt dann kann ich zumindest mal... Auch wenn meine aktuelle Situation vielleicht grade nicht so ist wie ich es mir wünsche aber trotzdem kann ich mich erinnern da gab's schonmal schöne Momente Ich war einmal eingebunden, wurde geliebt und geschätzt umsorgt und das lässt dann natürlich auch die Zuversicht wieder ein bisschen möglicherweise entstehen, dass es wieder so werden könnte.
00:10:53: Genau ja ich denke das ist ja nicht mehr so.
00:10:54: das ist das was du vorhin auch kurz angesprochen hast oder ein bisschen etwas anderes.
00:10:58: aber mit dem schmalen Grad sozusagen okay wie kann ich das reinholen?
00:11:02: nostalgisch ohne dass sich jetzt aber natürlich wenn ich vielleicht schon in einer depressiven Grundstimmung bin dann sagt er super da hatte ich Freunde jetzt ist alles weg alle sind tot Und ich dann das Gegenteil erreichen, aber auch hier ist es ja irgendwie wieder eine Möglichkeit zu sagen.
00:11:17: Es kommt immer darauf an wie man auf die Dinge schaut oder?
00:11:19: Also... Man hat's so wie du sagst, man hat's erlebt und es ist vieler Erfahrung da und auch viele schöne Momente, sich wieder erlauben kann und man kann halt immer so oder so drauf schauen auf die Sachen, komplett darauf was man hat fokussiert.
00:11:33: Ich glaube natürlich wie du sagst da sind wir natürlich auch gefordert eben dass das nicht kippt in die Richtung die wir nicht haben wollen oder das unerwünschte sondern dass wir es vielleicht auch wirklich schaffen und das glaube ich dass das sowohl in diesen Transreisen geht als auch im Schreiben gut geht also auch in gut geführten Gesprächen gut geht nämlich das wirklich dann hier und jetzt aber erlebbar wird wieder ein Gefühl von Aufgehoben sein dass ich eventuell dann auch wieder dankbarer sein kann.
00:11:58: Das ist ja nicht so das Erinnerung, was eigentlich wirklich in der Vergangenheit ist sondern wenn ich mich an etwas Schönes erinnere, einen geborgenen Moment erinnerei oder so, dann kann ich mich ja auch im Hier und Jetzt wieder eine Spur geborgener fühlen und dieses Gefühl vielleicht ein bisschen herauszukitzeln könnte auch eine schöne Aufgabe für uns sein.
00:12:17: Ja, das genau!
00:12:18: Und mir wird jetzt einfallen man könnte sich auch von der Intervention her aufziehen oder anbieten den Leuten sowas wie ins Erinneresbilder Buch oder an Erinnerungen, die schon da waren.
00:12:27: Oder da jetzt wieder sind wo man ja auch immer wieder zurückgehen kann, dahin blättern kann um dir einfach im Hier und Jetzt wie du sagst wieder zu erleben und zu vergrößern.
00:12:35: Und ich glaube schon dass das Widersagster stärkend sein kann wenn man merkt wie viele Bilder da auch schon drin sind.
00:12:41: in verschiedenen Begegnungen und Erfahrungen denke ich ist da viel möglich.
00:12:47: Super!
00:12:48: Genau dann habe ich ein bisschen Dankbarkeit erhöht ohne zu sagen wir müssen jetzt an der Dankbarigkeit arbeiten.
00:12:54: Genau, ja schön.
00:12:57: Und auch wenn du eigentlich, weil du vorhin erwähnt hast mit der Niederschwelligkeit also im Endeffekt ist das hier irgendwie da gar keine so klare Grenze in der Folge.
00:13:04: aber ich frage natürlich trotzdem wie würdest Du wirst den so im Alltag verwenden oder den Leuten anbieten für alle, die zuhören.
00:13:13: Ich glaube es ist einfach für uns alle irgendwie schön zu wissen dass das was Feines sein kann ich habe übrigens irgendwo eine Zahl noch gesehen dass Leute im Schnitt dreimal pro Woche ein bisschen nostalgisch werden.
00:13:25: da kann man sich durchaus mal überprüfen wie oft das ist.
00:13:28: also bei einem selbst meine ich jetzt im Vergleich zu diesen drei Mal Pro Woche ich könnte mir vorstellen dass dreimal bis fünfmal pro Woche wahrscheinlich auch cool wären erhöhen und was ich als sehr, sehr schön empfinde im Alltag oder auch sehr empfehlen kann ist natürlich es gemeinsam zu teilen.
00:13:43: Also dieses kannst du dich noch erinnern wie wir.
00:13:46: Alex, kannst du sich noch erinnern wie wir damals dort und dort bei dem Seminar waren?
00:13:50: Und dann war man da was essen und haben so nett geplaudert und Dings... also man kommt glaube ich über solche Gespräche.
00:13:56: Kannst du, gell?
00:13:56: Habe ich mal gedacht!
00:13:59: Ich habe das in guter Erinnerung.
00:14:01: Ja, war lustig.
00:14:03: Ja, und über solche Gespräche glaube ich kann man ganz viel machen.
00:14:07: Andererseits also wir haben jetzt immer unser Smartphone mit dabei und wir machen ganz schnell mal Fotos oder Videoaufnahmen von Situationen wo uns was gefällt, wo uns etwas taugt oder so.
00:14:17: Und ich weiß nicht wie oft du dann deine Fotos anschaust!
00:14:20: Ich glaube es lohnt sich einfach immer wieder öfter dann rein zu blättern in diese Fotoarchive quasi oder auch mal die alten Urlaubsfotos von vor ein paar Jahren wieder anzuschauen, obwohl man die jetzt wahrscheinlich nicht mehr in einem Album eingebickt hat oder so wie es früher einmal war.
00:14:38: Sondern halt auch digital die Mal durchzuschaut.
00:14:41: warum denn nicht?
00:14:42: Na ja es zeigt dann immer auf wie viel man eigentlich erlebt oder?
00:14:45: Also manches ist vielleicht sehr nicht ein anderes was sehr prägend.
00:14:49: aber ich glaube das unterschätzen wir ab und an wie viele Momente wir erleben, die eigentlich schön sind oder kraftspenden.
00:14:58: Und das ist sicher eine gute Idee dass man da wenn man so ungefähr Erwartungen hat bei den Fotos zumindest einmal Ja, super.
00:15:08: Und was auch noch ganz, ganz easy aus meiner Sicht in den Alltag zu integrieren ist einfach Musik!
00:15:13: Also es gibt immer irgendwelche Lieder mit denen ich etwas verbinde und wo ich auch genau weiß wie ich mich fühle wenn ich dieses oder jenes Lied höre und mir vielleicht mal Gedanken zu machen okay welches Lied welcher Song löst denn was bei mir aus?
00:15:28: dann kann ich auch relativ schnell wenn ich merke oh heute ein Tag da bin ich jetzt nicht rasend weiß ich nicht zufrieden oder dankbar eben Dann weiß ich auch ganz gut, welches Lied könnte meinen Zustand gerade ein kleines bisschen verändern.
00:15:42: Und dann höre ich mir das an und es ist eben was sehr Schnelles, was sehr Einfaches und kann durchaus einen Unterschied machen.
00:15:49: Eine schöne Groping-Strategie eigentlich auch oder um so ein bisschen vielleicht
00:15:52: in einer
00:15:53: Stimmung zu kommen oder
00:15:55: etwas anderes
00:15:55: anzubieten?
00:15:57: Was ich mir noch dazu denke, ist ... Wir haben jetzt auch geredet von diesen Gesprächen.
00:16:03: Vom Teilen von Erinnerungen kannst du dich noch erinnern?
00:16:06: Ich find' immer total schön oder es fast leichter dann über so gemeinsame Erinnerung zu reden, wenn man sie gemeinsam zelebriert hat.
00:16:13: Also wirklich in der Situation schon sagt Boah das ist toll und jetzt geht's mal so und so.
00:16:18: Ist das nicht schön und ich weiß nicht was.
00:16:21: Dann fällt uns auch noch leichter eine gewisse Zeit danach mit den selben Personen wieder drüber.
00:16:26: zu reden.
00:16:26: und kannst dich noch erinnern, das haben wir so genossen.
00:16:29: Und wenn wir das alle als eine schöne Zeit in Erinnerung haben dann glaube ich ist es nochmal leichter das wieder aufzurufen.
00:16:39: Das
00:16:39: wäre meine persönliche Erfahrung auch.
00:16:42: Ja genau und dementsprechend auch denke ich dass ist ja irgendwie die Grundzutat für Freundschaft oder?
00:16:51: Das gemeinsame Zurückschauen an Erinnerungen, die irgendwie total viel Spaß gemacht haben oder sehr prägend waren.
00:16:58: Vielleicht auch nicht nur Spaß gemacht aber dieses gemeinsame emotional aufgeladene Zurückschauen Auf Erlebnisse, auf Events, auf Reisen ist dann das was über die Jahre auch eine Freundschaft oft trägt und ausmacht.
00:17:10: Genau der Gemeinschaft.
00:17:11: ja.
00:17:11: also ich erinnere mich wenn ich jetzt noch ein ganz persönliches Beispiel bringen darf Ich erinnerei mich...ich singe in einem Chor schon sehr sehr vielen Jahren.
00:17:18: Und vor zwei Jahren durften wir bei einem Künstler mit auf die Donauinsel auf die Bühne.
00:17:25: Da waren sechzig tausend Leute.
00:17:26: Wir sind ein normaler Chor.
00:17:28: Also ich finde natürlich toll
00:17:32: Ein bisschen besser als die anderen.
00:17:34: Das hast du jetzt doch gesagt, ja?
00:17:39: Aber es ist natürlich ... Als Chor kommst Du normalerweise nicht auf die Bühne vom Donauinselfest und singst vor sechzigtausend Leuten.
00:17:46: Das ist schon sehr außergewöhnlich!
00:17:48: Und ich kann mich noch erinnern wie toll ich es fand, wie sehr wir das zelebriert haben so als Chor, als Gruppe.
00:17:55: Wir waren früher dort und dann vor der Bühnung haben wir noch was getrunken und gesagt, wir dürfen jetzt gleich auf diese Bühnen rauf und davor danach und ich weiß nicht, noch tagelang ging ein Fotos und Videos.
00:18:05: Und das wurde richtig zelebriert!
00:18:08: Jetzt wenn irgendjemand irgendwas vom Donnerinsel fest sagt oder wenn es wieder ist – weil das ist ja eine Veranstaltung die jährlich in Wien passiert -, dann sind wir sehr schnell wieder, mach ganz dich noch erinnern wie toll das war und da durften wir singen und so.
00:18:20: Also das sind natürlich Dinge ... Ich glaube eben, wenn man's sehr zelebiert im Moment und sich dessen bewusst ist, dass gerade was Schönes ist, kann man das auch noch ein kleines leichter später auch aufhofen.
00:18:35: Man hat dann so Insider, oder?
00:18:37: So Momente sagt man die dann nur ihr im Chor oder einige Leute im Chore dann habt und teilt und bei vielen gehen dann so Erlebnis-Netzwerke an.
00:18:45: wenn man da nur über ein Wort redet oder wir sagen damals Donalds fest und dann wissen schon alle... Dann strahlen
00:18:51: wieder alle!
00:18:53: Ja genau.
00:18:54: Schönes Beispiel.
00:18:56: Ja, war toll.
00:18:59: Gibt es von deiner Seite noch was zu ergänzen?
00:19:01: oder würdest du sagen das ist eigentlich so ein schön ums abzurunden?
00:19:05: Ich sitze jetzt gerade mit so einem Lächeln da weil ich gerade an diesen Auftritt denke von damals und diese Erinnerung an dich sehr gerne denke.
00:19:11: insofern finde ich das gerade einen schönen Abschluss und wird jetzt mal dabei belassen.
00:19:15: Also ich hätte jetzt noch ausgehört bei der hundertsten Episode des Podcasts.
00:19:18: Singst Du Oder?
00:19:23: Ich muss noch mal reinhören in die Spur, damit es irgendwo drauf ist.
00:19:27: Kannst du dir überlegen.
00:19:28: Ich werde snapen!
00:19:31: Der hat von mir abgesehen.
00:19:32: Super!
00:19:33: Wir
00:19:40: feiern die Nostalgie und schaffen schöne neue Erinnerungen damit wir in der Zukunft dann wieder was zur Verfügung haben.
00:19:46: Genau,
00:19:46: man muss ja auch in die Zukunft etwas abliefern und wieder zurückzuschauen und so, das ist alles kompliziert mit den Zeiten.
00:19:52: Ja toll!
00:19:54: Das sage ich mal.
00:19:55: vielen Dank für die schöne Studie bzw.
00:19:58: Studien.
00:20:00: sehr hilfreich und ich denke auch super leicht anzuwenden.
00:20:02: für alle die zuhören kann man ja immer weiter führen überlegen wie kann nicht das machen?
00:20:07: Was war da für mich hilfreicherst dabei und würde uns natürlich freuen wenn viele das gleich umsetzen.
00:20:12: Unbedingt, viel Spaß dabei.
00:20:15: Viel Spaß und vielen Dank!
00:20:17: Bis zum nächsten
00:20:17: Mal.
00:20:18: Sehr gern und bis zum nächsten
00:20:19: mal.
00:20:19: Tschüss!
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