Warum "Beruhig dich" das Schlechteste ist, was du vor einer Prüfung sagen kannst

Shownotes

Drei Experimente — ein Karaoke-Auftritt, eine überzeugende Rede vor Fremden und ein Mathetest — und eine einzige, verblüffend simple Wortänderung, die messbar bessere Leistung bringt.

www.jaegerwaldau.at www.hypnowriting.at

Brooks, A. W. (2014). Get excited: Reappraising pre-performance anxiety as excitement. Journal of Experimental Psychology: General, 143(3), 1144–1158. https://doi.org/10.1037/a0035325

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00:00:08: Kopf zerbrechen.

00:00:08: Willkommen bei Kopf zerbrechen, unserem Podcast für Psychologie-Inspiration für Praxis und Alltag.

00:00:13: heute zur Frage warum eigentlich Aufregung die bessere Angst ist?

00:00:19: Ja hallo lieber Alex grüß dich!

00:00:20: Hallo liebe Ursula Du hast

00:00:22: was spannendes mit

00:00:23: Genau, genau.

00:00:27: Ich habe eine Studie mit und zwar von der Alison Woodbrooks.

00:00:31: die hat so um den Jahr im Jahr ist es um den Jungs um einen Spannenden D dazu angelegt und die Studie hat geheißen Get excited Reapraising, Pre-Performance, Excitement.

00:00:45: Da bin

00:00:45: ich jetzt schon ganz aufgeregt.

00:00:48: Genau, also die ist Professorin an der Harvard Business School und wird sehr oft in Verbindung gebracht mit Emotionsregulationen weil es genau darum geht.

00:00:58: dass hat man dann sogar ein bisschen übernommen in diesem spannenden Pixar Film dazu mit den Emotionen das ist sehr oft aufgegriffen

00:01:06: worden.

00:01:07: Ah ja, da muss du in die Schaltzentrale rein marschieren

00:01:11: oder?

00:01:11: Ja genau Was hat die sich überlegt?

00:01:15: Es geht eigentlich um also der drei Experimente gemacht und hat sich überlegt, hey macht es einen Sinn wenn Leute Angst um definieren.

00:01:25: Also man würde jetzt im System schütteln sagen Reframing ja das ist was sonst Eigentlich sehr bekannt ist, aber die Experimente dazu sich sehr spannend angehört haben und deswegen wollte ich es nochmal aufgreifen.

00:01:37: Und zwar, diese überlegt hier macht einen Unterschied, nennt nichts Angst oder nenn nichts Aufregung?

00:01:41: Oder wie gehe ich mit diesen hohen Erregungszuständen, die wir alle kennen am besten um also jetzt auch genannte High Rousal States ,die wir halt haben und sehr oft somatisch spüren, natürlich mit Herzschlag, Artenalienverschützung und Wachheit und diesen ganzen Zeug.

00:01:55: Das kennen wir ja alle.

00:01:56: Jetzt sagen die einen schon Ja das kenne ich von der Prüfung und die andere Person sagt es vom Vorstellungsgespräch aber vielleicht eben auch vor Momenten die einfach nicht so natürlich sind oder die selten auftreten.

00:02:09: Und die ist hergegangen, die liebe Frau Prux und hat sich das angeschaut.

00:02:13: Also macht es einen... Was macht für ein Unterschied wie ich mir meine Body Sensations die Spüre erkläre?

00:02:19: Die hat drei Experimente dazu gemacht und hat sie unter anderem also Experiment eins dem öffentlichen Singengebiet mit.

00:02:26: Da hat sie Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten ein Lied in einem Karaoke-System zu singen.

00:02:31: Also so vor Publikum.

00:02:32: Dieses System konnte halt die Tongenauigkeit messen Und vor dem Singen wurden die zufällig in drei, also Bedingungen oder Gruppen eingeteilt.

00:02:41: Nämlich die einen mussten sagen, während sie merken ich bin nervös, mussten sie sich sagen nein du bist ganz ruhig, ich bin ruhig um sich einfach wirklich so wie man es halt irgendwie fast schon automatisch macht zu beruhigen.

00:02:53: Die anderen haben gesagt ah ich bin aufgeregt und die dritten ja überhaupt keine Instruktion bekommen.

00:02:59: und da hat sich dann gezeigt, dass gibt einen großen Unterschied.

00:03:06: Nämlich in der Aufgeregtheitsgruppe sozusagen das die Signifikant tongenauer als die beruhigte Gruppe gesungen hat.

00:03:14: Jetzt hat sie sich gedacht okay spannend schauen wir uns weiter an.

00:03:17: und hat dann nochmal eine zweite Sekunde gemacht mit öffentlicher Rede sozusagen.

00:03:22: da mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann eine überzeugende Rede halten.

00:03:28: vor Unbekannten wurde das beurteilt wie sie gewirkt haben Und die haben wieder drei Gruppen gehabt mit aufgeregter, ruhiger Kontrolle.

00:03:37: Das hat sich auch hier nochmal gezeigt dass die Leute, die vorab sich erklärt haben hey wow ich bin jetzt aufgeregt da passiert gleich was Spannendes viel kompetenter und überzeugender und selbstsicherer beurteilt wurden von diesen unabhängigen Leuten.

00:03:52: Und selbst im Mathetest, das ist dann Experiment drei wenn wir schon dabei sind also in einer sehr kognitiven zumindest für mich wäre es so gewesen anspruchsvollen Aufgabe eines Mathetests

00:04:02: und

00:04:03: ohne Publikum hat sich dieser Effekt dann wiederholt den wir uns gleich anschauen nämlich die Ja, ihr wisst jetzt schon raten die ich bin aufgeregt Gruppe.

00:04:13: Mehr Aufgaben korrekt lösen konnte als die ängstliche Gruppe oder die Gruppe die sagt Ich Bin ruhig oder ich Bin ängsterlich.

00:04:19: da gab es dann immer so unterschiedlicher Design Anpassungen.

00:04:24: Also was ist herausgekommen?

00:04:26: Warum ist das für uns relevant?

00:04:28: Es macht einen signifikant messbaren und bedeutsamen Unterschied wie wir alle unser Erleben, das wir so wahrnehmen, erklären.

00:04:39: Jetzt würden wir sagen aus der hypnosystemischen Ecke geht es ja immer um Beziehung oder Bewertung eines Erlebens deswegen nicht neu trotzdem spannend das einfach runterzubrechen auf ganz gut messbare Ebene dieser Experimente.

00:04:53: und es macht einen Riesenunterschied Ob ich sage, wow da habe ich jetzt Angst und die will ich jetzt dämpfen.

00:05:00: Ob ich jetzt eher sagen nein beruhigt dich oder ob ich eben das Nutze was da ist nämlich diese Energie und einfach umdeute.

00:05:09: Ja ja und anders benenne bzw.. Es macht ja auch einen Riesenunterschied, ob ich das Gefühl habe.

00:05:16: Ich bin aufgeregt.

00:05:18: Also ich kann mich noch erinnern, da war ich in einem Fernsehstudio eingeladen als Studiogast und das ist meine Live-Sendung und da ist man im Wartepereich und da sind andere Leute die in derselben Sendung auftreten davor oder danach ja auch

00:05:29: schon

00:05:31: wenn man aus der Maske kommt und dann gibt es eben so ein warte Bereich davor.

00:05:34: Und da hab' ich geplaudert mit einer anderen Dame, die da auch eingeladet war und da haben wir auch ein bisschen über Aufregungen weil live und so gesprochen gesagt, also die tritt immer wieder auf Bühnen auf und die hat erzählt das wenn sie zu wenig aufgeregt ist.

00:05:50: Dass sie versucht ihre Aufregung ein bisschen in die Höhe zu bringen weil sie sagt dann bin ich konzentrierter, da bin ich fokussierter, dann bin mich ein bissel angespannter und es tut meinem Auftritt gut.

00:05:59: Also die hat gesagt sie macht das absichtlich ein bisschen aufgeregter zu sein denn wenn sie gar nicht aufgereckt ist, ist sie quasi auch zu entspannt um dann eine gute Leistung zu bringen.

00:06:10: Genau,

00:06:11: sehr spannend und das erinnert mich jetzt ein bisschen.

00:06:13: Wunderbar!

00:06:14: Danke für das Beispiel weil da geht es ja dann los dass viele Leute eben sagen okay am besten kann ich agieren in einem Performance-State und der ist eigentlich nicht super entspannt.

00:06:23: also sehen wir jetzt schon bei diesen ganzen Anwendungsgebieten dann in der Praxis oder wie wird das dann nutzen?

00:06:29: Es ist sehr spannend.

00:06:30: Dann machen wir

00:06:30: gerade schon die Kurve

00:06:31: hin.

00:06:31: Genau, dann machen wir eine elegante Kurve schauen schon zurück auf der Kurve Und da gibt es natürlich ganz, ganz tolle Anwendungsbeispiele und auch Gründe wie du sagst.

00:06:42: Also das was man dann so im Körper wahrnimmt könnte man ja auch nennen.

00:06:46: Es ist ein Energiebereitstellungspotenzial mehr nicht.

00:06:50: Oh,

00:06:51: das ist ein langes schönes

00:06:51: Wort.

00:06:52: Ja, ein schönes... ...Energiebereitstellungspotenzial.

00:06:54: Genau!

00:06:55: Für stille Posts vielleicht.

00:06:57: Und mehr natürlich nicht.

00:06:58: und dann kommt die Bewertungsebene weil es natürlich tatsächlich so ist dass eine dieser High Arousal State ob man jetzt irgendwie im Rollercoaster sitzt oder eben vor einer Prüfung ist, mal körperlich gesehen relativ wenig Unterschiede zu finden sind.

00:07:12: Sondern es eben um die Bewertungen geht.

00:07:14: Es kommen dann Bilder im Kopf dazu, dich dann interpretieren also die Fantasien und die Setze.

00:07:20: wie lege ich das aus?

00:07:20: bewusst oder unbewusst?

00:07:22: Und das macht eigentlich sozusagen das Problem erleben.

00:07:25: Also rein der körperliche Zustand würde... kann nicht reichen.

00:07:29: Ich erinnere mich an, man ist schon ganz lange her einen Agenten der so Downhill Racing irgendwie gemacht hat zum Beispiel und eigentlich auch mit so ähnlichen Zuständen gekommen ist und dann habe ich den das mal einfach neugierig beschreiben lassen wie es ihm so geht wenn er da runterfetzt und er hat das dann benannt Atmung und Puls Ich kriege keine Luft und das ist super.

00:07:56: Und der hat es total positiv beschrieben, bis es dann so ein bisschen begonnen hat zu dämmern dass das sozusagen völlig eigentlich ident ist.

00:08:04: nur das eine wird abgelegt als bedrohlich und das andere als strebenswert.

00:08:12: Das macht einen riesen Unterschied weil die Nummer die sich die Leute normalerweise ausdenken mit okay immer wenn ich da reingehe und dann atme ich durch und so... Das kann funktionieren.

00:08:23: Aber aus meiner Sicht wirft es das Problem auf, dass wir dann versuchen ja dieses unwillkürliche Erleben, das immer schneller ist.

00:08:29: Also rot werden, schwitzen ... der Körper verändert sich an und sich mehr Gehitze aufsteigen zum Beispiel.

00:08:36: Wenn ich auf die reagiere mit meinem Lösungsversuch, dass ich die runterdrücken will oder in die Ruhe finden will, dann bin ich da ein bisschen auch immer so... In der Zerrissenheit schaffe ich das nicht.

00:08:48: Ja, das könnte neue Probleme machen.

00:08:51: Dann kommt man in sein Ohnmachtserleben.

00:08:53: es ist mir nicht gelungen.

00:08:55: ich war trotzdem so nervös und habe Angst gehabt Und aus meiner Sicht deswegen auch wirklich viel besser Das mal zu zerlegen mit den Leuten und dann tatsächlich ihnen das auch anzubieten als Erklärung Sagen sie soll mal schauen was es für Sie für einen Unterschied macht dass einfach auch positiv zu besetzen und umzudeuten.

00:09:16: Aufregung ist schon ein ganz anderes Wort als Angst.

00:09:19: Das genau und weil du das Beispiel genannt hast, ich bring es jetzt noch, es fällt mir jetzt gerade ein.

00:09:24: Es gab jetzt zwar also jetzt wo wir das aufnehmen vor einigen Wochen glaube ich diesen Podcast... Wir machen das Werbung von anderen Podcasten sehr gut gratis!

00:09:33: Ich glaube der war vom lieben Dr.

00:09:35: Michael Bohne, der zu Gast war in einem sehr sehr bekannten Podcast Und der das so schön beschrieben hat, da ging es auch unter anderem um diese ADRS-Thematik und dieses Phänomen.

00:09:47: Er ja über sich sagt wenn ich das jetzt richtig in den Kopf habe dass er das zum Beispiel von seiner Aufmerksamkeit total braucht also dass er einfach stundenlang auf einer Bühne abliefern kann oder mit Leuten gut arbeiten kann weil er weiß er ist jetzt auf der Bühnen oder im Seminar.

00:10:03: und dann kommt er total in diese Kraft und in diesen Fokus weil er diesen Erregungszustand noch braucht sein System, sein Organismus, wie man das erzählt.

00:10:13: Und das grenzt so ein bisschen das Dokt an, an dem was du vorher erwähnt hast.

00:10:18: Es ist ganz wichtig oft dass wir da einen Fokus finden auch um Leistung abzuliefern.

00:10:23: Ja genau!

00:10:23: Um den Fokus zu finden und konzentriert zu sein, die eben diesen Zustand, den wir manchmal brauchen um Dinge abzulehvern oder zu performen wenn es eine Performance ist irgendwie um das machen zu können überhaupt.

00:10:36: Genau Jetzt kann man sich noch überlegen, okay wir könnten es noch nutzen oder wir würden es in der Praxis nutzen.

00:10:42: Also im Endeffekt so wie wir haben jetzt schon einige Beispiele gebracht.

00:10:45: also mir fällt noch ein in Richtung zu großen Angstzuständen wenn es in Richtung Panikartage geht was manchmal ganz spannend ist die Leute je nach körperlicher Verfassung, wenn sie stiegen gehen müssen zum Beispiel oder also einfach in diese körperliche Betätigung einzuladen und sich dann wirklich beschreiben zu lassen was Sie gerade wahrnehmen an reinen Body Sensation.

00:11:06: Also wenn Sie alle Ideen darüber, was das zu sagen scheint oder was das Hinterhalte mal weglassen nur beschreiben was Sie grad erleben Dann kommen die oft drauf dass da sozusagen keine Bedrohlichkeit drin zu finden ist Sondern es sind erst doch die Bewertungen entsteht.

00:11:23: Das mache ich ab und zu, nur wenn's passt ganz gerne um sie da so ein bisschen ins Experimentieren zu bringen oder einzuladen dass Sie diese Idee ablegen immer wenn... Die Hitze kommt immer wenn mein Herz schnell schlägt dann und dann kommen diese Ableitungsideen.

00:11:39: also dann bedeutet das und das ist aus meiner Sicht sehr hilfreich sein da Alternativen anzubieten

00:11:47: Ja und diese ursprünglichen Wendanz ein bisschen aufzubrechen oder und zu verändern

00:11:51: Genau, da was Neues und Unterschiedspielungen reinzubringen.

00:11:54: Wenn A dann B genau das mal zu überprüfen und so schauen, wow, A passiert mir eigentlich ganz oft aber es ist nicht immer B Und das gibt's auch für andere Kontexte zum Beispiel Ganz wichtig empfinde ich das zumindest so dass man natürlich die Leute trotzdem in diesem leidvollen Zustand ernst nimmt und jetzt nicht einfach sagt wir denken uns das positiv sondern wirklich ihnen das auch erklärt, also gerne mit diesen Studien und sagt es ist ein messbarer Effekt.

00:12:21: Das macht einen Unterschied.

00:12:22: wir müssen das nicht irgendwie um die Bande indirekt machen kann man natürlich ja vielleicht typen und therapeutisch auch aber man kann es ihnen einfach mal sagen probieren wir das doch aus.

00:12:33: das nächste Mal sagen sie sich das ganz bewusst okay Wow, jetzt kommt da eine spannende Situation auf mich zu oder eine neue Situation und dann bin ich ganz schön aufgeregt.

00:12:42: Und das einfach umzulegen und auch zu schauen was es damit so einer positivem Erwartungshaltung für einen Unterschied macht.

00:12:51: Ich glaube die zweite Bewertung die da ja auch dran hängt ist wenn ich sage ich bin ängstlich hat ja ängsterlich eine andere Bewertungen als ich bin aufgereght oder?

00:12:59: Also die zwei Worte haben ja auch ganz unterschiedliche Bewerten mit dem Gepäck

00:13:03: Genau, also das sowieso.

00:13:04: Also bei den meisten Leuten würde ich mal sagen ist Angst ja natürlich eher negativ besetzt und er lädt einen ein sich so ein bisschen in sein Ohnmachtserleben einzusteigen.

00:13:16: Und das ist das was ich vorher auch gemeint habe mit dem wenn wir jetzt angehen das zu unterdrücken dann haben wir oft ein Problem weil es natürlich oft gewinnt Und dann fühlen wir uns dem ausgeliefert.

00:13:27: Das ist das, was die Studie habe eben oder diese drei Experimente auch so schön gezeigt haben und was wir jetzt gerade besprechen.

00:13:32: Es ist ganz wichtig es ist nicht das Ziel weder bei diesen Studien noch bei uns im Coaching an der Therapie keine Angst zu fühlen also diese Erregung zu minimieren sondern sie umzurahmen Sie neu zu bewerten.

00:13:45: ironischerweise entsteht natürlich oft als Side-Effect dass dann diese Erregungskurve irgendwann noch schneller wieder runtergeht, weil die Leute nicht innerlich dauernd diese Kämpfe austragen müssen.

00:14:00: Und dann passiert es halt.

00:14:02: aber eigentlich geht's ums Umrahmen und nicht ums Unterdrücken.

00:14:05: Das ist ganz wichtig in dem Fall noch!

00:14:09: Und was ich mir manchmal denke oder, was mir manchmal begegnet ist auch das dann ja diese Sorge oder diese Angst vor der Angst.

00:14:15: Also kommt sie jetzt wieder?

00:14:16: Oder nicht?

00:14:17: Die kann man da du her auch ein kleines bisschen minimieren möglicherweise, oder?

00:14:22: Genau!

00:14:22: Das auf jeden Fall weil natürlich aus meiner Sicht zumindest würde ich das so sehen wie du die Da kommt dir der Lerneffekt dazu, dass die Leute das dann ein zweimal gemacht haben und gemerkt haben war okay ich habe da jetzt eine andere Erfahrung gemacht.

00:14:34: Ich kann das irgendwie handeln.

00:14:36: auch auch das klingt jetzt sehr banal aber halt auch mal in Frage zu stellen ob man nicht in diesem Zustand auch eine gute Leistung abliefert.

00:14:46: also das gibt es bei vielen Leuten.

00:14:49: das ist ein klassisches Beispiel es wird vielleicht jemand kennen der jetzt zuhört gibt's diese jeder der mal so Vorstellungsrunden gemacht hat Also in Ausbildungen, wo auch immer.

00:14:59: Viele Leute beschreiben so kurz bevor ich dran bin, da werde ich schon ein bisschen unruhig und denke mir was sage ich jetzt?

00:15:05: oder das Herz schlägt schneller und so.

00:15:07: Und alleine einmal so zu überlegen okay kann nicht mit einem schnell schlagenden Herz mich irgendwie zwei Minuten vorstellen.

00:15:13: also muss sich da jetzt super ruhig.

00:15:15: wer sagt dass ich da ruhig sitzen muss Und alleine mir zu erlauben, dass ich sage okay.

00:15:20: Ich bin aufgeregt weil ich will jetzt vielleicht einen guten Eindruck machen und mich mit den Leuten verstehen.

00:15:25: Da bin ich ein bisschen aufgereght.

00:15:26: das ist spannend macht mehr Sinn dann zu lernen hey cool ich kann es sich muss mir nicht sagen beruhigt ich atme weil das geht wieder in diese Diskrepanz.

00:15:39: Es ist zehnmal schwieriger, oder vielleicht mehr als zehnmal schwerer.

00:15:46: Sich da dann irgendwie beruhigen zu wollen mit aller Kraft?

00:15:50: Ja genau!

00:15:52: Vor allem es ist ja inhaltlich auch falsch.

00:15:53: Also wenn ich jetzt total in einem solchen Erregungszustand bin und dann sage ich mir was da halt ausprobiert wurde... Ich bin ruhig, das stimmt ja nicht.

00:16:03: Die Idee ist natürlich eine Wehrzuschätzende dass man sich dadurch unterbringt.

00:16:09: Da kommt ja schon... Ja, das stimmt ja irgendwas nicht.

00:16:13: Das ist sehr inkongruent.

00:16:14: deswegen ist es eigentlich viel sinnvoller aufzugreifen was da ist diese Energie und einfach konstruktiver zu beschreiben.

00:16:21: Und das ist schon sehr spannend weil auch die Leute im Alltag das jetzt noch hinschauen.

00:16:25: gut.

00:16:26: Ich wollte gerade fragen genau wie würdest du's denn für den Alltag sehen?

00:16:30: Das Schöne an dieser Erkenntnis sehr leicht umzusetzen ist.

00:16:36: Also einerseits, das ist noch wichtig zu erwähnen geht jetzt nicht darum dass jeder Mensch der ein wirklich belastendes Angst erleben oder Phänomen regelmäßig spürt sagt okay cool dann sag ich mir das jetzt und dann passt das.

00:16:47: ja das ist sozusagen eine kleine aber feine und oft sehr effiziente, nennen wir es mal Idee die deinen Unterschied reinbringen kann und ich glaube in vielen Fällen tatsächlich einen der vielleicht sogar ausreicht in anderen natürlich nicht.

00:17:03: Aber es ist eine, wir würden jetzt vielleicht nennen so ein Low-Hanging Fruit.

00:17:06: Es ist unfassbar einfach umzusetzen und das kann sehr schnell zu einem Unterschied führen.

00:17:12: Das heißt dass was wir jetzt oben schon besprochen haben in der Praxisecke, das kann man natürlich eins zu eins schon nehmen für den Alltag.

00:17:21: Also einfach mal ausprobieren gibt's so Phänomene?

00:17:23: also wo könnte das auftreten?

00:17:25: Natürlich bei Bewerbungsgesprächen oder bei Uni Prüfungen.

00:17:29: In meinem Fall beschreiben wir das manchmal Studenten, Studentinnen.

00:17:32: Wenn sie dann so in die Arbeit gehen am Anfang natürlich oh Gott da kommen jetzt Leute und sich auch zuzugestehen, dass man da sagt wow ich bin nicht aufgeregt!

00:17:41: Ich habe lange eine Ausbildung gemacht, ich hab dafür gelernt, ich mag es jetzt anwenden und ich bin jetzt aufgerebt einer neuen Menschen da kennenzulernen ist ja super macht in dem fall auch viel mehr Sinn vielleicht doch eben je nachdem.

00:17:52: manchmal haben leute beim Dating so ein Thema oder Sie sagen ich bin so nervös und dann bin ich so komisch Also auch da vielleicht einfach mal in eine andere Haltung nach rein zu gehen.

00:18:04: Woran ich jetzt gerade auch noch denke, ist so ein bisschen kinderjugendlich.

00:18:07: Wie wir mit denen manchmal umgehen oder was wird zu denen sagen?

00:18:10: Also wenn die haben ja auch Schularbeiten, Prüfungen, Matura... Was weiß ich, was alles irgendwie und manche sind da wirklich sehr nervös davor Und dass es einen Unterschied macht offenbar, wenn ich dich richtig verstehe ob wir zu denen dann sagen, oh leid das du Angst hast Du wirst schon gut gehen Oder ob wir sagen ah du bist aufgeregt Ja das ist ekuensgut für die Prüfung Weil dann kannst du irgendwie zugreifen was du gelernt hast, vielleicht sogar ein kleines bisschen besser wenn du in dem Zustand bist.

00:18:36: Also auch das oder den pädagogischen Bereich könnte ich mir da gut vorstellen dass diese Aufmerksamkeit wie wir mit jemandem der gerade oder die gerade nervös oder aufgeregt ist irgendwie reden, dass das natürlich ein Ding sein könnte, auf das wir achten könnten.

00:18:52: Ja genau also dass man es ihnen wirklich einfach mal wertschätzend erklärt und dann halt auch Beispiele findet die sehr angemessen sind für die Personen mit denen wir arbeiten.

00:19:02: Also manchmal macht es Sinn was sich oft auch hypnotrabatisch manchmal einstreu ist als so die Geschichte wenn man an die eigene... Wenn sie gut war oder gut besetzt ist, an die eigenen Kindheit sich zurück erinnert und sagt, okay wie war's denn irgendwie so zu Weihnachten?

00:19:17: Also niemand sagt Weihnachten war so toll weil da hab ich immer Gust was kommt.

00:19:21: Sondern eigentlich diese Momente nicht zu wissen, wow also in unserem Breitengraden wenn das Christkind da war wann kommt das?

00:19:29: oder wie auch immer dass man dann irgendwie sagt... Gut, was kriege ich da für ein Geschenk?

00:19:35: Wie wird das

00:19:36: essen?".

00:19:36: Also der ganze Tag war ja total spannend und aufregend.

00:19:39: Und das war total positiv besetzt für viele Leute.

00:19:43: Manchmal kommen Jugendliche in die Praxis, die sagen, ich mache da irgendwie den Kampfsport oder ich gehe Fußball spielen.

00:19:51: Das kann man total gut nutzen weil zum Beispiel... Beispiel im Kampfsport oder bei jeder Sportart, Tennis-Fußball ist es ja auch nicht wünschenswert dass man jetzt auf das Spielfeld läuft oder in den Ring steigt und sagt Boah ich bin so relaxed wie der Sauna sondern die sind in einem absoluten High Performance Zustand völliger Erregung die sie aber regulieren können.

00:20:12: Und das ist das Spannende und das können viele Jugendliche schon sehr gut nehmen.

00:20:15: Sehr schön, oh gefällt mir gut!

00:20:18: Aufregungen ist was tolles

00:20:19: oder?

00:20:19: Das war mich genau.

00:20:21: Aufregung ist was Tolles und kann sehr nützlich sein.

00:20:24: sollte man auf jeden Fall mal ausprobieren, dass wir sich so anzuwenden und dann einfach auch gerne uns wissen zu lassen natürlich was es so für einen Unterschied macht wenn man sich das nächste Mal nicht künstlich sozusagen ganz ganz stark beruhigen möchte sondern einfach sagt okay war da bin ich jetzt aufgeregt.

00:20:41: Und ich nehme das jetzt wahr um diese Körpersymptome sozusagen diese Body Sensation einfach auch zuzulassen und anders zu beschreiben.

00:20:50: Super schön noch einmal zusammengefasst und auf den Punkt gebracht.

00:20:52: Lieber Alex, vielen Dank für diese spannende Studie und die Gedanken dazu!

00:20:56: Und dann sind wir schon neugierig auf die nächste Folge und welche interessanten Sachen wir uns nächstes Mal besprechen werden.

00:21:02: Ganz genau ja ich sage danke fürs tolle Gespräch und wir hören uns dann in

00:21:06: der nächsten Folge.

00:21:07: Bis zum nächsten mal, tschüss!

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