"I feel stuck" - Warum dich das Kleine mehr zermürbt als das Große

Shownotes

Warum erholen wir uns von manchen schweren Kränkungen schneller als von kleinen, andauernden Ärgernissen? Alex und Ursula nehmen sich einen sperrigen Fachbegriff vor, der gerade auf LinkedIn und YouTube die Runde macht. Dahinter steckt ein Prinzip, das in der therapeutischen Praxis ständig auftaucht: das Gefühl des Feststeckens, das oft gar nichts mit Willensschwäche zu tun hat.

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Gilbert, D. T., Lieberman, M. D., Morewedge, C. K., & Wilson, T. D. (2004). The Peculiar Longevity of Things Not So Bad. Psychological Science, 15(1), 14–19.

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00:00:09: Hallo und willkommen bei Kopf zerbrechen, unserem Podcast für Psychologie-Inspirationen für Praxis und Alltag.

00:00:15: Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema des Region Beta-Paradoxes.

00:00:20: Lieber Alex!

00:00:21: Das ist ein sehr sperriges Wort.

00:00:23: Ich habe jetzt ein bisschen gebraucht um es aussprechen zu können.

00:00:26: bitte was

00:00:27: verbirgt

00:00:27: sich denn dahinter?

00:00:28: Klär uns auf.

00:00:29: Ich hab auch ein bisschen Gebrauch ums zu verstehen aber ich glaube ich krieg's hin.

00:00:33: wir schauen mal Wunderbar, ja damit.

00:00:36: Das ist ein Begriff der vielen jetzt nichts sagen wird.

00:00:38: Einigen vielleicht schon bekannt sind mit Weiler auch so ein bisschen... Also eigentlich ist er älter und wird aber sehr oft im Moment aufgegriffen auf LinkedIn, auf YouTube, auf diversen Kanälen in Büchern.

00:00:51: Deswegen dachte ich wir schauen uns das nochmal genauer an.

00:00:55: Wer hat es auf unten?

00:00:56: Es gab!

00:00:57: Auch das ist eine längere Geschichte.

00:00:59: Aber die Studie, die wir jetzt kurz beschreiben bzw Vom Alter her ist es aus zwei tausend vier, ja.

00:01:07: Ist in einem Magazin meines Wissens aufgetaucht und die Studie hat dann der liebe Gilbert.

00:01:14: also alle waren beteilt Gilbert lieber mein Moir Wetsch & Wilson, zwei Tausendvier.

00:01:21: Prima wird immer der Gilbert zitiert und zwar The Pacular Longevity of Things Not So Bad ... haben die das genannt.

00:01:31: Also, sie haben sozusagen Experimente gemacht mit dem Thema der Unterschätzung... ... wenn man es jetzt mal

00:01:37: so nennen kann.

00:01:39: Und zwar, was haben die da gemacht?

00:01:43: Das fasst sich ganz kurz, weil ich würde es dann einfach noch gerne erklären, um was es eigentlich geht und was dieses Paradox an darstellt.

00:01:48: Im Endeffekt hat man Teilnehmende zum Beispiel schon vor einigen Jahren gebeten, einzuschätzen wie lange sie Leute nicht mögen, also den Grad der Abneigung die sie vorher verletzt haben.

00:02:05: Und die logische Idee war dass die Leute vorab dann erwähnt haben naja wenn mich der jetzt sehr kränkt dann werde ich den länger nicht möge und wenn die Person nur ein bisschen komisch ist dann werde Ich die kürzer irgendwie und dann mag ich die wieder und so und die intensivere ja.

00:02:23: was ist jetzt aber raus gekommen?

00:02:25: Genau das Gegenteil, dass nämlich die intensivere Kränkung schneller wieder abgeklungen ist als die Milde.

00:02:30: Das klingt total paradox!

00:02:32: So wie

00:02:33: sie im Namen steht?

00:02:35: Ja absolut!

00:02:36: Es ist auch mages umstritten sein aber ich finde es einfach sehr spannend zu reden.

00:02:40: also die Erkenntnis dieser ganzen Geschichten war, dass intensive negative Zustände da offenbar eine Schwelle in uns überschreiten, die dann so aktiven psychischen Bewältigungsprozessen führt.

00:02:54: Also zu Groping ist Strategien.

00:02:56: Das heißt, das ist dann so heftig dass ich mir denke damit muss sich etwas machen?

00:03:00: Genau also der Punkt ist... Das ist dann anscheinend laut diesem Team dazu führt oder wahrscheinlich mittlerweile auch anderen Leuten.

00:03:08: Dazu führt, dass eine neue Bewertung oder eine Rationalisierung stattfindet vielleicht auch soziale Unterstützung oder Abgrenzung.

00:03:16: also ich muss das war so heftig dass ich irgendwas tun muss um damit umgehen zu lernen also alle ressourcen nicht besitzen springen an um das irgendwie neu einzuordnen oder irgendwo abzuschließen.

00:03:28: Also so eine aktive Beschäftigung damit?

00:03:30: Genau,

00:03:30: es gibt ein aktives Coping.

00:03:32: Es gibt Lösungsideen die da ausprobiert werden.

00:03:34: Ich beschäftige mich damit und dann im Idealfall sozusagen kann ich's aber gut integrieren.

00:03:40: Während milde negative Zustände oft unter dieser Schmelle bleiben und dann als sogenannte nicht schlimm genug eingestuft werden von uns um das auszulösen.

00:03:51: Dadurch wirken sie, obwohl es natürlich milder sind, viel länger nach.

00:03:56: Weil Sie sozusagen nicht schmerzhaft genug waren.

00:04:02: Das ist Ihr Kenntnis!

00:04:04: Jetzt nur ganz kurz für die Leute, die sich denken... Es ging da alle sehr lustig aber warum?

00:04:08: Warum heißt das Regierung Metabaratox, was soll das sein?

00:04:12: Die Autorinnen und Autoren haben das damit mit einem Vergleich oder einem Metapher erklärt.

00:04:18: Dann haben gesagt man stelle sich vor es gibt eine Pendlerin und die geht kurze Strecken zu Fuß und längere würde sie aber mit dem Rad fahren.

00:04:25: logischerweise Das klingt jetzt wie eine Textmatte-Aufgabe aus der Schule.

00:04:34: Es wird noch besser, echt super!

00:04:38: Weil das Rad auch schneller ist irgendwann als zu Fuß geht.

00:04:41: natürlich gibt es einen mittleren Entfernungsbereich – das haben die dann genannt die Region Beta in diesen Diagrammen – indem sie eine weiter entfernte Strecke mit dem Rad schneller erreicht als zu Fuss einer Nähe.

00:04:54: Das klingt total verwirrend, das ist aber eigentlich logisch.

00:04:57: Ich muss eine kurze Strecke zurücklegen die gehe ich zu Fuß da brauche ich dann irgendwie zehn Minuten.

00:05:04: Dann habe ich eine längere Strecke, eine ganz lange, da fahre ich mit dem Rad und brauche vielleicht auch länger.

00:05:09: Aber es gibt ein weites Feld, das ist diese Region Beta oder Beta, also so einen Überschnitt irgendwie, dass man sagt okay, ich kann jetzt aber die dreifache Entfernung, die ich zu Fuß gehen müsste, mit dem Rat gehen und ich brauche trotzdem nur die Hälfte der Zeit weil ich mit einem Radio so schnell bin.

00:05:25: Und damit haben sie versucht auf ihre anscheinend etwas verwirrende Art und Weise das zu benennen und zu erklären.

00:05:33: Warum?

00:05:34: Weil das diese These unterstreicht, also die übliche Beziehung zwischen Entfernung und Zeit kehrt sich dann aber den bestimmten Punkt um.

00:05:40: Das war die Idee.

00:05:42: Genauso wie halt die These von Ihnen, das beschrieben hat dass bei dem bestimmten Intensitätsbereich die Beziehungen zwischen Stärke eines negativen Gefühlserlebens und der Dauer umgekehrt wird.

00:05:52: Sonst müssten wir ja sagen es hat mich mehr gekränkt.

00:05:55: darum werde ich jetzt länger dran kieveln.

00:05:57: Aber in diesen Fällen war's halt genau umgekehren

00:06:01: durchs Bearbeiten oder ich habe den Fokus drauf und ich weiß und merke, ich muss jetzt Strategien anwenden.

00:06:09: Genau!

00:06:09: So die These zumindest.

00:06:11: Da geht es dann... also wir lassen die Textaufgaben und Textbeispiel jetzt mal.

00:06:18: Warum ist das spannend?

00:06:20: Es geht eigentlich auch immer weiter man verliert sich in dem Ganzen schnell will ganz viele Leute dazu geforscht haben.

00:06:25: Es gibt Sekundärliteratur von Semi, da lehne ich mich jetzt auch nichts.

00:06:33: Also das ist schwierig.

00:06:34: aber dann gibt es natürlich auch so die Idee dass das dann anscheinend beobachtet wurde was so Terroranschläge oder all diese wirklich intensiven Ereignisse gibt.

00:06:42: Da gibt's anscheinen Beobachtungen zumindest, dass man noch daseigt, dass Leute die dem Ganzen näher dran waren, es besser verarbeiten konnten als Leute die ein bisschen weniger betroffen waren davon.

00:06:54: Ist aber alles schon etwas schwammiger sag' ich dazu.

00:06:57: also das kann man auch in Frage stellen.

00:06:59: Warum ist es für uns aber spannend?

00:07:01: Für die Praxis.

00:07:02: Es ist so, dass ja aus meiner Sicht alle... Also im Endeffekt kommt ja fast jeder zu uns egal welches Thema das die Leute mitbringen.

00:07:09: Mit seinem gewissen Gefühl von da stehe ich an.

00:07:11: Ja also so Eiffel Stark würde man sagen.

00:07:14: Das macht's irgendwie hamsterrad.

00:07:15: Ich komme doch nicht raus.

00:07:16: Ich bin das gleiche.

00:07:18: Das kann sein Beziehung, Umgang, Alltagsphänomen, Job und was auch immer.

00:07:23: Und da ist es irgendwie spannend ... das Prinzip manchmal im Hintergrund zu haben.

00:07:27: Dass man sicher, dass sage ich hier jetzt sehr bewusst... ... sehr oft auch infrage stellen kann ob es immer so ist oder ob es dann nicht doch gute Gründe gibt, ob man das Hypnosystemisch ganz anders auslegen könnte.

00:07:38: aber das waren halt auch keine Hypno Systemiker.

00:07:41: also lassen wir das mal und da kann man was kann man da machen?

00:07:45: Also man kann einerseits natürlich den Leuten anbieten Das, was sie oft mitbringen an Konzepten von willensschwäche.

00:07:51: Ich trau mich nicht oder ich will es anscheinend nicht genug, dass man da vielleicht Leute abholt und mit so einem sogenannten Schwelleneffekt einfach auch ihnen das als Erklärung anbietet und sagt, das hat jetzt mit willenschwäche oft nichts zu tun.

00:08:04: aber es gibt vielleicht ein Alarmsystem.

00:08:07: Und das ist vielleicht irgendwie so ein bisschen ... ich sage mal so bis ich in Wiederstädtetropfen höre den Stein Man merkt es nicht zu wirkliches Nerven.

00:08:18: Es tröpfelt etwas vor sich hin, aber man reagiert nicht und mit der Zeit hat man ein großes Problem.

00:08:24: Ich erinnere mich auch ein bisschen an diese Paargeschichten oder mit der Zahnpastatube, dass so oft als

00:08:29: Beispiel gelandt

00:08:30: wird.

00:08:30: Also die Kleinigkeiten im Alltag oft ein bisschen mehr nerven können, als es passiert eine Ereignis das vielleicht sogar ein kleines bisschen größer ist

00:08:38: Genau.

00:08:38: Also ich denke auch eher, also ich würde jetzt da auch so in die Richtung, das haben die natürlich jetzt so nicht erwähnt und untersucht.

00:08:43: aber es kann man vielleicht ein bisschen ableiten dass man eben sagt selten ist es so der eine Sturm, der irgendwas zerstört oder wenn's irgendwie zehn Minuten Platzregen gibt sondern es ist dieses Räumawetter, das einem zusetzt dieses Zahne.

00:08:54: Räumewetter?

00:08:55: Räumer Wetter immer so ein bisschen feucht und neblig und kreut und nicht so zehn Minuten Platzregen ja das wirkt dann... Also das ist vielleicht so eher die Idee davon gewesen, weil mit dem kann man gut umgehen.

00:09:07: Da bleibt man kurz stehen und macht... Man muss aber was machen, weil er laut ist oder intensiv und so.

00:09:12: Und das wurde damit aus meiner Sicht zumindest ein bisschen beschrieben.

00:09:14: Das ist heute ein bisschen eine wagere Folge, die aber Sinn macht darüber nachzudenken, weil uns das halt oft begegnet.

00:09:21: Ja, ich finde aber auch den Begriff Räumerwetter-Phänomen irgendwie grad griffiger.

00:09:27: Grifiger?

00:09:27: Super!

00:09:27: Das freut mich.

00:09:28: Bleiben

00:09:28: wir doch

00:09:29: bei dem.

00:09:30: Wir bleiben mit ihm genau und das begegnet uns eben wie du sagst sehr oft.

00:09:33: ja dieses... man kann kronifizierten Milde, dass halt aber nicht harmlos ist.

00:09:39: Also einerseits für die Praxis spannend, dass man Leuten das vielleicht auch rückmelle, dass es da Untersuchungen gibt, dass gerade diese sehr intensiven Erfahrungen, die Eindrücke des Leute der Menschen, der eher sindig gut damit in der Regel umgehen können.

00:09:51: Da gibt es ja auch so eine so spannende, wie fällt jetzt das Phänomen oder Effekt nicht ein?

00:09:55: Dass nach ungefähr plus-minus sechs Monaten Leute immer am Zugang also meistens am Ausgangspunkt ihres Alltagserlebens wiedersehen egal ob seinen Mega-positiven Spike nach oben gab, Lottogewinn oder eine ganz dramatische Geschichte wie Querschnittslehmung.

00:10:14: Nach so Schicksals schlägen auch Medizinischen und das Menschen vom Empfinden ungefähr nach einem halben Jahr wieder da sind muss ich vorher waren Und also die können, wir alle haben sehr viel Resilienz und Ressourcen um da irgendwie das meiste halbwegs gut wegzustecken.

00:10:27: Ja ist eigentlich

00:10:29: ganz faszinierend, wie widerstandsfähig?

00:10:31: Ja genau!

00:10:31: Das ist eigentlich so.

00:10:32: das eine dass ich da ableiten würde oder wie jetzt hier so und das zweite ist eben umgekehrt, dass man hat trotzdem dahinschaut und sagt naja wenn sich schon seit lange nicht mehr stimmig anfühlt vielleicht sollten wir da was machen.

00:10:48: ist es auch wieder spannend.

00:10:49: Da geht's jetzt ja irgendwie, man kann doch sagen um aufschieben von Entscheidungen oder eben warum bleibe ich dann in der Beziehung oder im Job?

00:10:57: Und da kann man aber nochmal, du siehst das ist heute ein Labyrinth an der Kenntnis.

00:11:02: Das Team von Gilberts...

00:11:03: Wir grasen die Region ab!

00:11:05: Wir grasten sie ab, genau.

00:11:06: Schauen wir mal in jede Ecke.

00:11:08: Die haben nämlich Jahre davor, ich glaube mittlerweile auch, so ab dein neunzehn achtundneunzig, haben Sie sich nämlich mit einem Phänomen beschäftigt, dass da auch noch mit drin hängt?

00:11:17: Das können wir uns nochmal in einer Folge anschauen.

00:11:18: Nämlich diesen sogenannten effective forecasting oder dieser effective foresight also diese Fähigkeit oder eben Unfähigkeit oft dass wir subjektiv, also was wir glauben fühlen zu können und wissen zu können wie es sich dann anfühlt wenn wir diese Entscheidungen treffen.

00:11:38: Und das ist etwas was oft extrem spannend ist in Richtung eben Prokrastination oder anderen Geschichten geht ja Entscheidungen treffen weil wenn man Leute fragt hey wenn was glauben sie Wie würde das dann sein?

00:11:52: Die meisten Leute beschreiben die ja Entscheidungen als irrsinnig bedrohlich.

00:11:57: Das kann ich mir gar nicht vorstellen, das ist für mich unvorstellbar und meistens ist es aber nicht so sondern meistens sind sie dann überraschend schneller wieder auf den Beinen als Sie geglaubt haben.

00:12:06: Und das ist ein Phänomen, das begegnet mir sehr oft, dir ziemlich auch in der Praxis im Alltag natürlich sowieso Das dann natürlich auch noch mit drin hängt.

00:12:17: Also du siehst, das ist so ein bisschen eine Perlkette an Geschichten.

00:12:20: Da sind wir gerade bei der Entscheidungsfindung und warum mache ich das nicht?

00:12:23: Ich bin stark!

00:12:25: Und da hängt auch noch diese Effektiv-Foresight dran oder Forecast.

00:12:30: Aber das mal nur am Rande erwähnt.

00:12:34: Jetzt kann man sich in einer Therapiesitzung überlegen, okay, da sitzt jetzt jemand, der unglücklich sagen wir einfach mal in einer Beziehung, weil das ist so griffig.

00:12:45: Das kennt vielleicht die ein oder andere Person und irgendwie passiert aber nichts außer halt eine Entscheidung natürlich das mal aufrecht zu halten.

00:12:53: Es ist ja auch eigentlich eine Entscheidung.

00:12:56: Da fällt mir zum Beispiel ein und das biete ich Leuten manchmal an.

00:12:59: Das ist oft sehr effizient.

00:13:01: Nehmen Sie mal eine Intervention, die ich glaube der Ort wenn Mais in seinem Buch beschrieben hat Sehr sehr toll, also im Endeffekt in einer leichten Trance die Leute einzuladen.

00:13:15: Also eigentlich nur ihr Leben weiterzuleben und wir begleiten das ist auch nicht so aufwendig wie begleitend die Leute einfach ihnen zum Beispiel in dieser Beziehung und machen eine Altersprogression.

00:13:25: Wir gehen mit ihnen ein bisschen in die Zukunft für Spulen vor.

00:13:29: Einen Tag eine Woche einen Monat, ein Jahr zwei Jahre drei Jahre fünf Jahre.

00:13:33: Es bleibt so wie es ist.

00:13:35: Wenn man das ein bisschen erwähnt, dann bekommst du oft einen sehr intensiven unmöglichen Response.

00:13:43: Die Leute kriegen richtig Beklemmung oder werden rot und müssen noch weinen und machen auf die Augen auf und sagen, naah!

00:13:51: So kann's nicht bleiben.

00:13:53: Dann sind sich zumindest in einem Zustand, indem sehr viel Motivation da ist mal zu schauen was gibt für Möglichkeiten?

00:14:00: Davor ist es oft sehr... Fast schon dissoziert, da reden Menschen oft so drüber.

00:14:04: Ja man kann ja nicht immer glücklich sein und so.

00:14:08: Das ist zu weit weg.

00:14:09: aber durch diese Geschichte die mir da eingefallen ist dazu jetzt heute zu erwähnen So mache ich es dann ab und an die Leute dahin zumindest zu einzuladen.

00:14:19: In deinem Fall würde mir natürlich einfallen, wahrscheinlich gibt es auch die eine und andere Schreibübung dazu.

00:14:28: Während du geredet hast drüber nachgedacht dass ich das eigentlich oft mit dem schreiben auf so eine Art schon angeleitet habe oder sogar dass man in Zukunft schaut und auch dort mal eben so tut als wäre genau alles gleich geblieben und dann mal schriftlich einfach schaut wie ist es da?

00:14:44: Und das hat einen ganz ähnlichen Effekt zu wie du's grad beschrieben hast.

00:14:49: Also ich kann es in der Trans machen, so wie du es beschreibst oder im Trans schreiben.

00:14:56: Und der Effekt ist ein sehr ähnlicher den ich da beobachtet habe.

00:14:59: Ja

00:15:00: super!

00:15:01: Was mir jetzt noch so irgendwie... Das ist vielleicht eine gute Brücke zu Praxis und Alltag weil das kann man glaube ich auch einfach generell nutzen wenn man zuhört.

00:15:08: Egal ob mal jetzt irgendwie in welchem Setting aber ich könnte mich auch sehr hilfreich vorstellen dieses Paradox sondern natürlich Kennt, wenn man sich in einem Zustand befindet wo man sich aktiv fürs Nichthandeln entscheidet.

00:15:27: Wenn es um so mittelmäßige Situationen geht die ein bisschen normalisiert werden manchmal verharmlost, manchmal nicht dass man da einfach das runter bricht und diese affektive Fehlprognose zum Beispiel rausarbeitet und sich gezielt Fragen stellt.

00:15:40: also okay wenn ich das jetzt machen würde was glaube ich eigentlich?

00:15:45: wie lang wird's mir schlecht gehen?

00:15:48: Wenn ich das anspreche oder wenn ich mich verändere.

00:15:51: Und dass dann für sich, entweder wir in der Therapie gemeinsam oder vielleicht auch für sich einfach mal so ein bisschen abzusecken ob da eine realistische Erwartungshaltung drin ist weil meistens gibt es eine Überschätzung der Belastungsdauer.

00:16:04: Also im ideal, also nicht im Idealfall sondern im bekanntesten Fall Also da wird abgebrochen in der Fantasie.

00:16:14: Da bleibt man in der Mitte hängen, sozusagen bei der Schallplatte und das einmal fertig zu laufen zu lassen hilft oft schon.

00:16:20: aber da wirklich step by step durchgehen und sagen okay was käme dann?

00:16:26: Was ist realistisch?

00:16:27: Kann ich das challenchen?

00:16:28: Weiß ich das oder habe ich so eine wage Idee dazu?

00:16:32: weil das könnte es dann machbarer gestalten.

00:16:37: also immer wieder überprüfen

00:16:38: immer überprüfen.

00:16:39: Und was ich mir aber auch noch denke, ist so ein kleines bisschen diese Geschichte von wie ernst nehme ich eigentlich auch diese Kleinigkeiten oder?

00:16:46: Oder wie oft sage ich mir macht er nix und das nicht zu schlimm und geht da eben drüber weil es diese Schwelle automatisch nicht erreicht.

00:16:54: also wenn ich dich jetzt richtig verstehe könnte man's auch ein bisschen in die Richtung nach runterbrechen dass ich mir durchaus auch ein bischen mehr erlauben könnte solche Sachen ernstzunehmen und ein bisschen aufmerksam dann mal zu schauen wenn so Kleinigkeiten Vorfallen oder Geschehen?

00:17:10: Ja, das.

00:17:10: Und eben auch an die Kolleginnen und Kollegen gerichtet was zur Richtung Selbstfürsorge zum Beispiel betrifft.

00:17:16: Da ist es ja auch ein Riesenthema dass man sagt okay also dieses gerade noch okay geht eh noch und passt schon dass wir diese Situationen auch sehr lange aufrechterhalten können um da auch nochmal natürlich hinzuschauen dass man gesagt okay also wenn das jetzt schon belastet es eskaliert ja selten Aber es ist dann trotzdem ganz, ganz hilfbar.

00:17:39: Ich auch so für die Eigenfür-Sorge nenne ich's mal oder so Selfgeher Geschichten.

00:17:43: Okay, trägt sich das noch auf einem gesunden Fundament?

00:17:46: Oder sind wir da schon lange drüber?

00:17:48: Das kann sein als Arbeitsvolumen oder generell Lebensentscheidungen.

00:17:52: wie lebe ich Alltag Freizeit.

00:17:54: Schieb ich schwierige Gespräche auf.

00:17:56: Wie gehts mir gerade meine Arbeit?

00:17:57: Kann ich da was ändern?

00:17:59: Weil wir das sehr oft natürlich, wie jeder andere Mensch auch dann in Situationen uns wiederfinden.

00:18:03: Wo wir sagen, ah, ich is so oder ich is, es ist halt jetzt gerade so.

00:18:07: Und um da natürlich aufmerksam hinzuschauen und nicht warten zu müssen bis irgendwas eskaliert oder kollabiert, denke ich, ist eine gute Sache!

00:18:18: Und ich glaube, das tut auch all denen gut.

00:18:20: Die eher mal gelernt hatten irgendwie man muss gewisse Sachen einfach aushalten und solche Dinge.

00:18:24: Also da hat schon die Ermutigung wenn ich dich jetzt richtig höre zu sagen na man muss nicht alles aushalten und eben warten bis die großen schwierigen Sachen passieren sondern man darf auch die kleinen ernster nehmen.

00:18:35: Ja würde ich so sehen ja

00:18:39: schön.

00:18:40: Dann

00:18:41: vielen Dank lieber

00:18:42: Alex, dass du uns da erhältst.

00:18:44: zu dem Regionbett

00:18:44: der Paradox.

00:18:45: Ich sage heute besonders vielen Dank zu dir und allen die sich noch zuhören.

00:18:51: ja weil es war ein spannendes Thema.

00:18:53: man kriegt jetzt oft mit auch in Gewissen also auf YouTube und so kommt einem das unter.

00:18:59: ich dachte ich schaue es mir mal an Es ist ein bisschen verwirrend und sicher auch glaube ich polarisierend.

00:19:05: Es ist natürlich, Leute gibt es ganz schwere Saliten haben und sich damit jetzt nicht so identifizieren können.

00:19:12: Das sei gesagt zu würdigen.

00:19:16: Aber das Phänomen ist trotzdem entspannendes auch gerade mit dieser Effektiv-Foresight oder Forecasts.

00:19:24: Schön dass wir uns mal beleuchten konnten!

00:19:26: Ja vielen herzlichen

00:19:27: Dank dafür!

00:19:28: Ich sag danke ja du dann!

00:19:30: Und renn's grad ab und

00:19:31: auf Wiederhören!

00:19:36: Kopf zerbrechen.

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