Nein sagen: Wie schlimm ist eine Absage wirklich?

Shownotes

Du brauchst dringend einen ruhigen Abend, und trotzdem fühlt sich die Absage an die Einladung zum Abendessen falsch an? In dieser Folge von Kopfzerbrechen geht es um eine Studie aus den USA (2023). Sie fragt, wie berechtigt die Sorge ist, andere zu kränken oder die Beziehung zu belasten, wenn wir Nein sagen. Ursula und Alex sprechen darüber, was die Untersuchungen zeigen und wo ihre Grenzen liegen. Sie erklären, warum das Ergebnis nicht als Freifahrtschein für jede Absage taugt und warum verbindliche Zusagen genauso wichtig sein können. Für die Praxis gibt es Ideen, wie sich Perspektivenwechsel durch Schreiben, Leere-Stuhl-Arbeit oder Lego Serious Play erlebbar machen lassen. Für den Alltag gibt es Anregungen, wie sich dichte Phasen im Freundeskreis gut kommunizieren lassen. Viel Freude beim Reinhören!

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Givi J, Kirk CP. Saying no: The negative ramifications from invitation declines are less severe than we think. J Pers Soc Psychol. 2024 Jun;126(6):1103-1115. doi: 10.1037/pspi0000443. Epub 2023 Dec 11. PMID: 38079463.

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00:00:08: Kopf zerbrechen.

00:00:08: Herzlich willkommen bei Kopf Zerbrechen, unserem Podcast für Psychologie-Inspiration für Praxis und Alltag.

00:00:14: heute zum Thema Nein sagen!

00:00:16: Warum eine abgelehnte Einladung weniger Schaden anrichtet als man glaubt.

00:00:21: Hallo lieber Alex

00:00:22: Hallo liebe Ursula

00:00:24: Grüß dich.

00:00:25: Schön dass du wieder da bist.

00:00:26: Du hast die Einladungen zu unserer neuen Podcastfolge nicht abgelehnt.

00:00:30: So ist es Genau.

00:00:31: ich bin gespannt wie immer Wer auch ein bisschen komisch muss man sagen.

00:00:36: Wir können uns mal überlegen, aber bis jetzt sind sie ja sehr spannend und deswegen frage ich da gleich mal rein um was geht's denn?

00:00:43: Ja also ich würde dich auch gerne fragen wollen kennst du das dass du eigentlich das Gefühl hast du bräuchtes gerade einen ruhigen Abend etwas zum runterkommen weil vielleicht hattest du eine anstrengende Woche oder einen stressigen Tag oder so?

00:00:56: Kennst du wahrscheinlich gar nicht!

00:00:57: Ich könnte

00:00:57: jetzt so tun als müsste ich nachdenken über die Frage Wenn mir das ein oder andere Mal schon passiert, dass ich diesen Gedanken hatte.

00:01:05: Ja

00:01:06: und kennst du auch, dass es eine Einladung gibt zum Beispiel zum Abendessen von irgendwem?

00:01:11: Du weißt genau, du brauchst eigentlich diesen ruhigen Abend aber du fühlst dich dann unwohl und hast so komisches Gefühl wenn du absagen würdest.

00:01:20: Auch

00:01:20: das kenne ich gut!

00:01:23: Genau.

00:01:24: Und darum im Grunde geht es ein bisschen in dieser Studie, weil man wollte ein bisschen wissen ist es wirklich so schlimm wenn man wo absagt?

00:01:32: oder sind die Ideen darüber die ich habe oder tu jetzt in dem Fall?

00:01:36: Sind sie vielleicht ein bissel übertrieben?

00:01:39: und da wollte man eben schauen ist die Sorge berechtigt und es gibt einen relativ klares Ergebnis?

00:01:45: Ich schätze, du

00:01:46: hast doch eine Vermutung.

00:01:47: Ich hätte eine Vermутung aber ich will es nicht vorwegnemen.

00:01:52: Ja genau was nämlich die Leute ganz oft davon abhält ist abzusagen wenn sie der Meinung wären oh ich bräuchte heute irgendwas anderes oder ich möchte da gerne eigentlich nicht hin oder mitmachen oder ich weiß nicht was ist ja die Sorge dass diese einladende Person vielleicht sehr beleidigt sein könnte oder gekränkt wäre und dass sich das stark auf die Beziehung auswirken würde.

00:02:13: Und da gibt es jetzt eben eine Studie, aus dem Jahr zwanzig dreiundzwanzig aus den USA Und da wollte man genau das herausfinden.

00:02:22: Ist das überhaupt so?

00:02:24: Es hat auch eine Vorstudie gegeben, wo befragte Personen nämlich seventy-seven Prozent davon angegeben haben dass sie das durchaus immer wieder mal machen.

00:02:32: Nämlich eine Einladung zu einer Aktivität anzunehmen obwohl es ist eigentlich gar nicht annehmen wollten eben aus Sorge vor negativen Folgen wenn Sie absagen würden.

00:02:44: und jetzt Hat man mehrere Studien durchgeführt mit insgesamt über zwei tausend Teilnehmenden, um mal rauszufinden ist diese Sorge begründet.

00:02:53: Und da hat es einzelne Untersuchungen gegeben?

00:02:55: Ja das heißt Entschuldigung dass ich dich unterbreche vor Publikum aber so das heißt die Grundidee war oder die Annahme die Leute fürchten negative Konsequenzen jetzt nicht im klassischen Sinne von dem wie wir das heute ja oft ungangssprachlich nennen mit FOMO.

00:03:13: also ich habe Angst dass ich was vertasse Sondern es ist auch primär geht's darum, dass die Leute mit einem Böse sind oder eine Mischung?

00:03:21: Genau.

00:03:22: Also es geht um diese Sorge vor negativen Folgen bei der anderen Person und so das sich dann auf die Beziehungsgrenität auswirkt.

00:03:30: also das eine gute Freundin von mir wenn ich absurge, dass sie dann beleidigt ist wenn nicht zu gewissen Sachen vielleicht nicht kommen oder irgendwo mal nein sagt.

00:03:37: Verstehe.

00:03:38: Und dann hat man eben unterschiedliche Studien gemacht, man hatte hypothetische Szenarien.

00:03:43: Man hat aber auch mit Paaren gearbeitet und mit echten Einladungen und echten Absagen und da sind einfach relativ identische Sachen rausgekommen.

00:03:51: also bei der Studie eins zum Beispiel das sollte sich ein Teil der Leute die da mitgemacht haben vorstellen eine Einladung von einer befreundeten Personen ins Museum zu gehen, abzulehnen.

00:04:04: Der andere Teil sollte sich vorstellen die Person zu sein, die einlädt und die dann eine Absage bekommt.

00:04:10: Und dann sollten beide Gruppen einschätzen wie stark diese Absage Ärger oder Enttäuschung oder so ein Gefühl von Gleichgültigkeit auslösen würde.

00:04:19: Genau das Ergebnis war dass die eingeladenen deutlich negativer Reaktionen erwartet hatten als die Einladenden.

00:04:29: Also wenn ich eingeladen wurde und nein gesagt habe, dann war das was ich befürchtet hab viel größer in meiner Vorstellung als die diese Rolle der einladenden Person übernommen haben empfunden haben.

00:04:43: In der zweiten Studie hat man es sehr verzehrt also gar nicht gleich eigentlich.

00:04:49: In der zweiten Studie hat man mit echten Paaren gearbeitet und da ging es um eine reale Situation, nämlich dass ein Partner eine Partnerin dem anderen Part eine echte Einladung ausgesprochen hat zu einer gemeinsamen Aktivität.

00:05:01: Also zum Beispiel lass uns ins Kino gehen oder lass uns wandern gehen oder so irgendetwas.

00:05:05: Und das andere Teil des Paares musste diese Einladungen tatsächlich ablehnen?

00:05:11: mit einer Begründung lieber zu Hause bleiben und in Spanien zu wollen.

00:05:15: Und beide haben dann unabhängig voneinander notiert oder aufgeschrieben, wie ihre echten emotionalen Reaktionen sind.

00:05:22: Auch da auch im Setting mit echtem Pan, auch unabhängig davon, wie lange die schon zusammen waren – die meisten waren mehr als fünf Jahre zusammen – die abgesagt haben, was ist jetzt mit meiner Stimme los?

00:05:34: Entschuldigung.

00:05:36: Ich war gespannt wie lang es sich gleich auf die

00:05:41: Stimme...

00:05:41: Ja, das hat

00:05:42: sich langsam verabschiedet.

00:05:45: Und sie haben deutlich überschätzt, wie verärgert oder enttäuscht ihr Partner ihre Partnerin tatsächlich waren.

00:05:51: Also auch da!

00:05:51: Deutlich Überschätzung.

00:05:53: Dann hat man noch was gemacht, wo man zusätzlich so eine Beobachter-Beobachterin ein Gruppe dazu geholt hat.

00:06:00: Das Szenario war es gibt eine Einladung zu einem Abendessen mit einem Sterne oder Promekoch und die wird abgelehnt.

00:06:06: Und neben diesen Rollen eingeladene Personen, einladende Personen gab's eben noch diese Gruppe außenstehende Beobachtungsmenschen, die das von Außen so ein bisschen betrachtet haben ohne selbstbeteiligt zu sein und auch da sowohl.

00:06:22: Und das war aber ganz spannend, finde ich.

00:06:24: Sowohl die Eingeladenen – wenn man die ersten zwei Situationen betrachtend nicht so überraschend haben sie wieder stark überschätzt – aber auch die außenstehenden Beobachtenden haben überschetzt wie die negativen Folgen sein könnten.

00:06:40: Nur die Einladenden selbst, also die die Einladung ausgesprochen haben, haben es deutlich moderater eingeschätzt!

00:06:48: Dann hat man das auch noch gemacht mit echten Freunden und Freundinnen.

00:06:51: Und man hat es noch gemacht, wo man Leute beide Rollen hintereinander erleben hat lassen.

00:06:58: Da lasse ich die Details jetzt weil eigentlich klar ist am Ende kommt immer dasselbe raus nämlich über all diese Studien hinweg haben die Personen, die eine Einladung abgelehnt haben Und einschätzen mussten, wie ärgerlich oder enttäuscht oder verletzt die andere Person, der man absagt sein könnte.

00:07:19: Deutlich überschätzt – Wie sich das auswirkt?

00:07:24: Also die werden besonders ärgerlich sehr enttäuscht, sehr gekränkt oder ich weiß nicht was alles sein und es wird sich sehr negativ auf unsere Beziehung auswirken oder unserer Beziehungen schaden.

00:07:34: Oder vielleicht auch auf künftige Einladungen.

00:07:36: also so nach dem Motto Vielleicht lädt mich dann niemand mehr ein wenn ich jetzt absage Und die Personen, die eingeladen haben, haben das deutlich milder wahrgenommen, eingeschätzt oder quasi nehmen können.

00:07:53: Ja, und es ist schon ganz eine spannende Sache.

00:07:56: Dass wir das eigentlich wenn wir absagen oder absagen wollen dass wir diese negativen Folgen stark überschätzen, wenn wir in der eingeladenen Rolle sind.

00:08:05: Also erinnert mich an dieses Phänomen, dass wir da auch schon mal besprochen haben dieser Effektiv-Foresight.

00:08:12: Ich habe das Gefühl ich spüre jetzt was im Zukunft passieren wird, wenn ich das jetzt mache sozusagen.

00:08:19: Diese Annahme die sich dann sehr echter fühlt weil richtig zu spüren scheinen oder ich habe dann Bilder im Kopf und so.

00:08:25: Und dann sitzen die zu Hause, sind beleidigt und dann viel Furcht da mit schwingts.

00:08:34: Das ist sehr spannend dass es dann so verzerrt ist.

00:08:38: Genau!

00:08:39: Ich glaube das ist einfach ganz gut zu wissen.

00:08:41: worauf zwar noch hingewiesen wird, das finde ich auch wichtig, dass das somit alltäglicheren Situationen getestet wurde.

00:08:49: Also da ging es eben um eine Essenseinladung oder um einen Kinobesuch, man hat's nicht gemacht wenns um große seltene Ereignisse geht also wenn seine Hochzeit ist oder irgend so was ja irgendwie etwas für seine große starke Bedeutung für jemandem hat dann könnte es durchaus sein weil das einfach in der Studie nicht ausdrücklich getestete wurde oder es vielleicht ein weiterer Studium bräuchte dafür.

00:09:14: Das hat man nicht gefragt... auch nicht ganz auf die großen Ereignisse übertragen wahrscheinlich, weil wenn es ein einmaliges sehr wichtiges Ereigungs ist würde ich fast sagen da dürfen wir ein bisschen vorsichtiger sein.

00:09:28: insofern also bittet auch dran erinnern.

00:09:30: Die Studie bezieht sich vor allem auf Alltags-Situationen also Aktivitäten die eher immer wieder und öfter in unserem Alltag in unseren Beziehungen vorkommen.

00:09:40: Genau!

00:09:40: Also wir würden jetzt ohne es zu wissen oder?

00:09:42: Wir würden jetzt beide davon ausgehen dass umso wichtiger das Event doch möglicherweise negativere Konsequenzen hat, ist wenn man dem nicht zu weit beiwohnt.

00:09:53: Könnte man Duras meinen oder auch etwas, was ich vielleicht nicht einfach so wieder nachholen kann.

00:09:59: Also wenn wir zwei uns was zum Essen ausmachen und eine Person sagt ab dann verschieben wir es halt einfach und werden aber uns trotzdem irgendwann treffen Wenn jemand von uns gerade heiraten würde oder irgend sowas ähnliches Dann gibt's halt nur diese einer Hochzeit und die können wir nicht Nachholen wenn dann die andere Person nicht kann.

00:10:15: also Ich könnte mir schon vorstellen dass das auch mit kann man es verschieben und nachholen miteinander, dass das vielleicht auch einen Einfluss haben könnte.

00:10:24: Aber finde ich wichtig ist, dass wir's im Rahmen haben.

00:10:26: Also getestet wurden die Alltagssituationen aber die betreffen uns ja auch relativ oft

00:10:31: muss man jetzt nicht so sagen.

00:10:32: Ja und es ist ja auch wichtig weil die ... sorry... Das soll jetzt ja nicht als Freifahrt scheinen!

00:10:38: gelten, oder?

00:10:38: Also jetzt sich mitzunehmen von der Folge cool.

00:10:42: Dann kann ich ja immer absagen und es passt schon weil die den Gastgeberinnen und Gastgebern in das E-Buscht, das sollte man damit auch nicht vermitteln also deswegen eigentlich sehr toll ist genau nur auf Alltagseinladungen runterbrichst und nicht sagst dass sie es jetzt im Freiburg scheinen.

00:10:58: für alle Events

00:11:01: Ja, genau.

00:11:02: Und selbst für die alltäglichen Sachen glaube ich das es einfach auch gut und wichtig ist eine gute Balance zu kriegen oder sich dann zu finden dass sich doch irgendjemandem zuliebe mal vielleicht wohin gehe wo es mir vielleicht grad nicht so danach ist, einfach schon um soziale Kontakte und Beziehungen zu pflegen.

00:11:20: Aber dass das auch nicht so schlimme Konsequenzen hat, wenn ich mal gar nicht mag oder zu müde bin oder ich weiß nicht was, dass, wenn's eine gute Beziehung ist, dass das keinen Schaden anrichtet im Normalfall.

00:11:32: Ja

00:11:33: ja.

00:11:33: Und das finde ich ganz wichtig und da glaube ich komme man jetzt dann auch schon Richtung Ableitung für die Praxis oder auch denn für den Alltag.

00:11:40: diese Verzerrung, Das ist, glaube ich eine ganz wichtige Info für Leute die im People Pleasing recht gut sind.

00:11:50: Die da große Sorge haben, die sich das sehr viele Gedanken oft machen oder die da wirklich innerlich große Hürden oft spüren oder so Blockaden spülen.

00:12:00: So nach dem Motto Ich kann doch nicht absagen, das geht doch nicht!

00:12:04: Ja, ich glaube für die ist auch dieser Befund dieser Studie einfach eine entlastende Info.

00:12:09: Das heißt, du würdest diesen Glentinnen und Glenten dann mehr oder weniger einfach mal informativ mitteilen.

00:12:15: Also man könnte das auch wirklich sehr trocken machen und sagen, da habe ich gute Nachrichten, da gibt es eine Studie – oder mehrere!

00:12:20: Sehr viel eigentlich, Untersuchungen in die Richtung.

00:12:23: Das wurde widerlegt.

00:12:24: wir können davon ausgehen wenn sie es heute einmal nicht schaffen auf die Homeparty oder auf das Essen, dann wird ihnen das so vorkommen als wäre das sehr dramatisch und die würden ihnen das sehr übel nehmen.

00:12:34: aber ist nachgewiesener Art und Weise dann oft nicht so.

00:12:41: Also

00:12:42: ich finde manchmal

00:12:43: diese Informationen genau, einfach mal als Information dass man das mit sehr vielen Menschen untersucht hat und dass man da aus dieser Studie eben oder diesen Studien diesen Experimenten gut rauslesen kann da durch diese Information vielleicht schon ein kleines bisschen dem Gedanken öffnet.

00:13:02: okay, vielleicht wäre es gar nicht so schlimm wenn ich ab und zu mal auf mich mehr schaue.

00:13:08: Wenn's mir gar nicht danach ist irgendwo hinzugehen.

00:13:10: jetzt gerade was ich aber auch ganz spannend finde, weil es ja eine Studie oder ein Experiment gab wo dieser Perspektivenwechsel so ausdrücklich versucht und geübt wurde.

00:13:22: Also wo man einer Person sagt dazu sie versetzen sich jetzt in die eine Rolle und dann versetzen Sie sich eben die andere Rolle.

00:13:27: Ich glaube das kann man auch extrem gut für die Praxis und für unseren Kontext nutzen im Sinne von Ja dann probieren wir's mal aus.

00:13:35: Also im Schreiben mache ich das zum Beispiel sehr gerne, da kann man extrem gut andere Perspektiven einnehmen und dann aus der Sicht dieser anderen Personen schreiben.

00:13:43: Da kann man wirklich eine wunderbare Übung daraus machen wo man in diese andere Person reinschlüpft sich vorstellt die hat gerade diese Absage bekommen und dann einmal aufschreibt was geht denn der den vor?

00:13:52: Das ist zwar Mutmaßlich natürlich, aber trotzdem glaube ich dass dieser Perspektivenwechsel so wie es im Experiment auch war.

00:13:59: Auch was ganz Spannendes haben kann wenn die Leute dann im Schreiben zum Beispiel man kannst natürlich auch auf andere Art machen über Rollenspiel oder über Imagination oder womit man halt gerne arbeitet.

00:14:11: Zum

00:14:11: Sessel auch

00:14:13: wahrscheinlich mit Lernstühlen.

00:14:16: Oder ich mache es auch ganz gerne mit Lego, also ich verwende Lego auch diese Lego-Series Play Geschichten.

00:14:21: die kann man auch wunderbar verwenden für solche Sachen oder auch als Brücke um dann eben die Perspektive dieser anderen Person einzunehmen.

00:14:29: und wenn nicht nur kognitiv durch die Erklärung von diesen Studienergebnissen, sondern auch ein bisschen in meinem Erleben habe wie sich das eventuell anfühlen könnte was denn da Gedanken und Gefühle bei einer anderen Person sein könnten.

00:14:43: Dann glaube ich dass das noch einen ganz wichtigen Effekt haben könnte.

00:14:47: Ja!

00:14:48: Das klingt auf jeden Fall sehr sehr sinnvoll oder?

00:14:51: Also eben auch dieses Spüren... also was man dann als Kassgeber reden ja auch hätte, weil diese Annahme wie es den Leuten geht und wie das wirkt.

00:14:59: Das ist ja bei Therapie & Coaching im Endeffekt so.

00:15:03: die Quintessenz dass man in so eine Erfahrung geht oder eine Erfahrung macht auch im Raum dann mal irgendwie wahrzunehmen okay wow!

00:15:12: Man wird fast sagen das ist ein schönes Beispiel für einen klassischen Double Standard oder?

00:15:16: Also wenn man die Leute einlädt in so einem Stuhl Sie fragen jetzt ihre beste Freundin, ob sie vorbei kommen mag am Abend zum Essen und die sagt irgendwie sorry schaffst du nicht?

00:15:27: Oder ich bin total fertig.

00:15:29: Was denkt man sich da?

00:15:30: was macht das?

00:15:30: dann würden ja viele Leute sagen ja egal Hauptsache hier geht es gut.

00:15:33: und aber dass mal erleben und diese Gedanken beobachten das hat natürlich auch mehr Kraft als jetzt rein intellektuell darüber zu reden dass das eh nicht so ist

00:15:44: genau Ja, also wie gesagt ich würde trotzdem finde ich beides gut.

00:15:48: Also auch diese Info es gibt gerade Studienergebnisse die das und das zeigen und gleichzeitig dann dieses erleben lassen finde ich eigentlich was sehr hilfreiches.

00:15:59: So

00:15:59: aufbauend?

00:16:01: Genau, aufbauende ein bisschen.

00:16:03: Und was aber glaube ich eben so wie du's auch schon gesagt hast wichtig ist dass wir nicht vergessen dass gemeinsame Zeit mit Menschen die uns wichtig sind ein wichtiger Baustein für Beziehungen und für unser Wohlbefinden sind.

00:16:17: Also dass man es wirklich auch nicht übertreibt, aber es gibt da viele Menschen die trauen sich nie absagen.

00:16:24: also insofern ist das glaube ich für die auch ein bisschen relevanter als die die ohnehin immer wieder mal ganz gut nein sagen können oder mal gut auf sich achten können was mir auch noch einfällt.

00:16:34: ich glaube auch in einem Im Freundeskreis oder in der Familie kann man, wenn z.B.

00:16:40: eher stressigere Phasen sind, weil gerade viel los ist und das auch mal ganz gut kommunizieren im Sinne von so die nächsten zwei Monate sind bei mir wahnsinnig dicht aber machen wir uns doch gleich für danach was aus oder so.

00:16:52: also das glaube ich oder habe ich selber auch erfahren.

00:16:54: ja als ich an diesem Fachbuch geschrieben hab an meinem Hypno Writing Buch da bin ich wirklich mal für einige Wochen dann ein bisschen in meinen Schreib Bootcamp abgetaucht.

00:17:03: Ich hab dann gesagt, liebe Leute ich bin jetzt mal ein bisschen in Manuskriptistan und tauche einmal ein bisschen unter und sobald das beim Verlag ist freue ich mich wenn wir uns wieder intensiver sehen und das haben alle wirklich gut nehmen können.

00:17:18: Wenn man ihnen den Kontext gibt oder es ist sehr wichtig wenn sie es einordnen können dann ist das ja kein Problem

00:17:25: Genau, also vielleicht ist das auch noch eine Idee dazu.

00:17:27: Auch für den Alltag da sind wir dann vielleicht schon bei den Ableitungen für den alltag aber auch zum Ausprobieren für Leute die mit uns in der Praxis oder die bei uns in einer Praxis sind mal zu sagen, hey jetzt ist gerade eine dichte Phase und ab dann geht es wieder gut.

00:17:43: Und dass man sich auch auf diese Art auf die Suche macht nach Zeitphasen wo's denn vielleicht für beide auch ganz gut geht.

00:17:50: Wo vielleicht gar keine der beiden Personen oder vielleicht auch mehreren Personen überhaupt in dieser Situation kommt das es grad zu stressig ist.

00:17:58: Das ist grade nicht reinpasst, ich weiß nicht was es ist.

00:18:01: Insofern kann überhaupt auch dein Entlastung sein im Sinne von okay wenn ich so gut teime Und natürlich kann ich manche Dinge nicht vorhersehen, dass das mal am Rande oder das auf der Seite gelassen.

00:18:14: Aber wenn ich versuche es gut zu teilen in einer Phase wo ich weiß, ah!

00:18:17: Das ist eine Woche da so ein bisschen lockerer vielleicht beruflich oder was auch immer sonst ansteht und mir dort mehr ausmache ja?

00:18:24: Und in der Woche wo's vielleicht sehr dicht ist, mir weniger ausmachen dann kann sie auch sein, dass sich dieses Ich muss nein sagen, ich muss absagen vielleicht sogar ein bisschen weniger brauche.

00:18:32: Das wäre jetzt auch noch so ein Gedanke dazu.

00:18:34: Wenn wir uns vorher ein bisschen zeitlich antestet sozusagen Ja, das und jetzt vielleicht sehr über die Bande gedacht, was du vorhin erwähntest.

00:18:43: Es gibt Leute, die sich ja dann schwer tun oder die trauen sich nicht absagen.

00:18:48: Es geht ja irgendwie meiner Frau nach heutzutage.

00:18:50: Es sind viele Leute, der doch an sich nicht zusagen weil sie in dieser Unverbindlichkeit schwimmen Und da wäre es natürlich auch spannend dass ein bisschen vielleicht reinzuholen mit den Studien und zu sagen okay Es macht vielleicht schon Sinn noch wieder zu lernen also das ist jetzt das wirkt jetzt ein bisschen fast wie so die Gegenrichtung, aber trotzdem sich auch bewusst zu krumiten.

00:19:11: Und dann aber wenn es wirklich nicht geht oder wenn Tagesaktuell irgendwie was dazwischen kommt, ist das okay, dass man absackt.

00:19:20: Aber es ist vielleicht da sogar jetzt ein bisschen kreativer gedacht wahrscheinlich für die Leute, die einfach in dieser Unverbindlichkeit schwimmen und dann einfach nie ... ja weiß ich nicht, schaue ich vielleicht eh hin?

00:19:30: Vielleicht doch nicht!

00:19:31: Kann ich noch nichts sagen?

00:19:31: Ist erst in vier Stunden.

00:19:33: Dass sie dadurch wieder lernen oder Unterstützung bekämen, ich komme Mitte mich mal zu irgendwas.

00:19:38: Also ich sag dazu und sage ja Freitagabend gehe ich da irgendwie essen mit diesen Personen und wenn wirklich irgendwas am Freitage ist dann muss ich es halt verschieben und dann nehme mir die das auch nicht so übel solange ich's nicht immer mache.

00:19:52: aber genau das ist was vielleicht sogar paradoxerweise helfen könnte für die Leute die eh nur nie zusagen.

00:20:00: Auch ein schöner Gedanke oder eine schöne Erweiterung jetzt von dem noch?

00:20:03: Ja finde ich toll!

00:20:05: Ich glaube, da bleiben wir uns aber sehr einig.

00:20:07: Beziehungen sind wichtig, gemeinsam mit Zeit ist es wichtig und das tut uns gut.

00:20:11: und wir wissen auch aus einer anderen Folge wo du diese Studie über die Lebenszeit irgendwie mitgebracht hast dass Beziehung einen ganz wichtiger Faktor für unsere Lebenszufriedenheit sind.

00:20:21: insofern die darf man schon pflegen Aber man darf währenddessen auch gleichzeitig sehr sehr gut auf sich achten.

00:20:28: Und wenn man die Idee hätte Absagen geht gar nicht, weil das löst ja den Katastrophe aus.

00:20:34: Da können wir einfach mit diesen Studienergebnissen ein bisschen Entspannung reinbringen.

00:20:38: So will ich es vielleicht sagen?

00:20:39: Das

00:20:39: ist ein wunderbarer Schlusssatz!

00:20:43: Dann lassen wir's doch auch für heute und ich lade dich gerne einen zu unserer nächsten Folge.

00:20:49: Sagst du wieder zu Alex?

00:20:51: Das muss ich mir jetzt überlegen.

00:20:52: Ich werde jetzt über diese Studie nachdenken und ich sage jetzt mal zu und vielleicht kurz davor ab aber es wird kein Problem sein habe ich jetzt gelernt.

00:21:02: Du hast Glück,

00:21:03: dass ich die Studie kenne.

00:21:07: Ich sage natürlich gerne zu und freue mich schon auf die nächste Folge.

00:21:12: Dann vielen

00:21:12: Dank für das Wintergehen!

00:21:14: Sehr gerne!

00:21:20: Tschüss!

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