Was bringt es, sich selbst beim Namen zu nennen?
Shownotes
„Ich gehe in den Garten" oder „Alex geht in den Garten"? Klingt nach einer Spielerei, ist aber Gegenstand spannender Forschung. In dieser Folge von Kopfzerbrechen geht es um Studien, die untersucht haben, was passiert, wenn wir in belastenden Momenten im Selbstgespräch unseren eigenen Namen statt des Wortes „ich" verwenden. Die Forschung hat dabei nicht nur gefragt, ob das wirkt, sondern auch, wie viel Anstrengung es kostet und was dabei im Gehirn geschieht. Ursula und Alex sprechen darüber, was sich daraus für die therapeutische Arbeit ableiten lässt, etwa für Schreibinterventionen und hypnosystemische Ideen rund um Assoziieren und Dissoziieren. Sie fragen auch, wann ein distanzierter Sprachgebrauch hilfreich ist und wann es sich lohnt, wieder mehr „Ich" zuzulassen. Dazu gibt es kleine Anregungen, die sich schnell im Alltag ausprobieren lassen, zum Beispiel vor einem schwierigen Gespräch oder beim abendlichen Grübeln. Viel Freude beim Reinhören!
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Kross, E., Bruehlman-Senecal, E., Park, J., Burson, A., Dougherty, A., Shablack, H., Bremner, R., Moser, J. & Ayduk, O. (2014). Self-talk as a regulatory mechanism: How you do it matters. Journal of Personality and Social Psychology, 106(2), 304–324.
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00:00:08: Kopf zerbrechen.
00:00:08: Herzlich willkommen bei Kopf zerbrechen, unserem Podcast für Psychologieinspiration für Praxis und Alltag.
00:00:14: heute zum Thema was bringt es eigentlich sich selbst beim Namen zu nennen?
00:00:20: Ja, hallo lieber Alex.
00:00:21: Heute ganz oft Alex wahrscheinlich!
00:00:24: Wenn es in dieser Folge schon darum geht den Namen zu nennen... aber wenn ich das jetzt richtig verstanden habe im ganz kurzen Vorgespräch dass wir hatten dann geht's nicht darum dass ich dich beim Namen nenne sondern dass du dich selbst beim Namen nenntest oder so irgendwas.
00:00:35: Genau, genau.
00:00:36: Erzähl doch mal.
00:00:37: Also prinzipiell wir dürfen uns auch gegenseitig beim Name nennen aber die Studie beziehungsweise die Studierende ich kann gleich dazu Beziehen sich auf einen sehr spannenden Effekt, den man dann gemessen und erkannt hat.
00:00:51: Und zwar in puncto Unterschiedsbildung in der Wahrnehmung was es ausmacht wenn ich mich selbst also im Self-Talk sozusagen im Selbstgespräch das ich dann führe oder gedanklich führe sozusagen beim Namen nenne statt in der Ich Form.
00:01:06: Also als ich jetzt bevor ich darüber rede also nur als Beispiel weil das sehr verbierend klingt vielleicht dass ich nicht sage ich gehe in den Garten sondern Alex geht in den Garten.
00:01:16: Oder Alex ging im Garten?
00:01:17: Also wenn es die dritte Person für dich setzt,
00:01:19: ja.
00:01:19: Also würde ich mich beobachten.
00:01:24: Warum könnte man das tun bzw wer hat sich da was überlegt also... Es ist so!
00:01:28: Es gab eine sehr groß angelegte Untersuchung eigentlich schon sieben Studien mit fast sechshundert teilnehmenden Personen.
00:01:35: Zweiund vierzehn vom Ethan Cross und seinem Team.
00:01:41: Da haben sehr viele Leute mitgewirkt Aber ich behalte mal es Ihnen jetzt vorab als Studienleiter.
00:01:49: Und da ging's darum, das Team wollte aufzeigen des Menschen die sich in belastenden Situationen beim eigenen Namen nennen also ansprechen statt diesem Ich, der ihre Gefühle besser und spürbarer regulieren können.
00:02:04: Das ist sozusagen der Kern und das ist auch das Faszinierende, auf dem die anderen Sachen dann aufgebaut haben.
00:02:11: Also man hat sozusagen erkannt, wenn man in eine belastende Situation geht oder wenn man sie innerlich so hypnotherapeutisch wird, also diese Rehearsals, also wenn ich weiß ein Auftritt steht an oder irgendwas Schwieriges, eine Prüfung... Oder ich rede überbelastendes, dass es da einen messbaren Effekt gemacht hat ob mir das erzähle in der Beobachtung natürlich oder einfach aus der Ich-Perspektive heraus, also auch wenn ich es dann ausspreche.
00:02:36: Und dann gab's im Jahr twohntausend siebzehn ein paar Personen, also das Team von Mose & Cross.
00:02:41: die haben dann gesagt da gehen wir doch noch einen Schritt weiter und wollen wissen was genau passiert da im Gehirn?
00:02:46: Und vor allem... Ja!
00:02:48: ...und das ist irgendwie entspannend auf das muss man auch mal kommen.
00:02:50: sozusagen haben diese sich eingeschossen auf den Effekt ob es mühelos eintritt oder ob es manchmal gibt's ja dann auch andere, auch in der kognitiven Therapie, Strategien dazu.
00:03:02: Ob es sehr viel kognitive Kontrolle kostet?
00:03:05: Also die wollten sozusagen... Die haben gesagt, das ist super cool aber ist das nicht für erschöpfte Personen noch zusätzlich kognitiiv total anstrengend und müden wenn sie das ständig machen
00:03:16: müssen.
00:03:16: Und viel Aufwand!
00:03:17: Genau.
00:03:18: Dann haben die zwei Experimente dazu gemacht.
00:03:21: mit zwei Messmethoden zusammengefasst Gab's eine Studie, die hat sich teilnehmend, also die Teilnehmenden dann negativ für neutrale Bilder betrachtet und angeleitet anzuschauen.
00:03:34: Und sich dann zu fragen was fühl ich gerade?
00:03:37: oder was fühlt Person XY?
00:03:40: Also die Teilnehmerinnen der Person selber.
00:03:42: Das waren die Fragen, die sie stellen mussten.
00:03:44: Dann haben Sie hier einen Stromsignal gemessen.
00:03:47: Also unter anderem so ein Late-Positive Potential ist ein Marker auf Emotionalirektivität Stimulus, Proceeding, Negativität und so.
00:03:56: Also ganz viel von dem Zeugs das jetzt die meisten Leute wahrscheinlich nicht so abholen wird.
00:04:00: aber es gab sozusagen verschiedene kognitive Marker die sie dann festgestellt haben.
00:04:05: Und in der zweiten Studie ging's auch noch darum dass die Teilnehmenden sich acht persönlich belastende Erinnerungen des Gedächtnis rufen mussten und die mussten dann sozusagen im Scan also im Gehenscan reflektieren und zwar entweder wieder mit ich oder einfach mit der Person oder mit dem eigenen Namen.
00:04:22: Und gemessen ist auch hier wieder geworden die Aktivität in den Hirnregionen, die mit dem Selbstbezug also viel beim Brief von Taren Cortex und mit kognitiver Emotionskontrolle zu tun haben oder assoziiert werden.
00:04:36: So das war jetzt alles irgendwie sehr verwirrend.
00:04:38: wahrscheinlich deswegen zusammengefasst was ist rausgekommen im beiden Studien?
00:04:44: dasselbe Muster Und zwar, dass es eben wie gesagt einen großen Unterschied gemacht hat ob ich meinen eigenen Namen verwendet habe.
00:04:51: Warum?
00:04:51: Weil der nachweislich diese neuronalen Mager und die emotionalere Aktivität deutlich gesenkt hat.
00:04:58: Also um das ohne... und das haben die ja gemessen und das ohne anstrengende Kontrolle also das Zentrum sozusagen oder die Netzwerke die für die Anstrengung repräsentiert hätten, die haben weiter geschlafen sag' ich jetzt mal übertrieben, schlafen natürlich nicht.
00:05:14: Und trotzdem hat es für den subjektiven Stresserleben zum Beispiel einen großen Unterschied gemacht, einen signifikanten.
00:05:21: Also das war... und der spannende ist auch, der Effekt tritt ab der ersten messbaren Sekunde auf.
00:05:26: Das ist nicht so dass die dann nach zwei Wochen in der Rückschau, das ist auch noch wichtig denke ich, gesagt haben ja war irgendwie glaube ich das zweite besser für mich sondern die haben also das war messbar im Scan Und dann auch subjektiv.
00:05:40: währenddessen und danach haben die Leute gesagt, sobald ich meinen Namen erwähnt habe hat mich das irgendwie weniger tankiert.
00:05:48: Das ist super spannend, weil es auch etwas betrifft, dass ich aus der Schreibtherapie kenne.
00:05:51: Dass du nämlich eine Episode aufschreibst und eben von dir in der dritten Person sprichst oder eine Figur wählst die das erlebt was du eigentlich erlebt hast und dann eben nicht in der Ich-Perspektive ersten Personen schreibst sondern in der Dritten Person und dass das auch eben Effekte hat.
00:06:08: Und wenn ich dir jetzt richtig zuhöre, dann klingt so als würde würde das genau der Effekt eigentlich sein, die
00:06:15: diese
00:06:15: Ergebnisse da nahelegen?
00:06:17: Ja, also als ich diese Studie oder Studien gefunden habe, hab' ich dann vorab schon sehr an dich gedacht.
00:06:21: Weil ich mir gedacht habe, dass ist balsam natürlich für Dich im Hypno-Writing weil ... weil ich das sehr, sehr abruhlt.
00:06:30: Weil ihr das schreiben ... Das wirst du besser klären können.
00:06:33: aber sobald ich was schreibe und nie das schreiber ist es ja schon ein Dissertationsphänomen.
00:06:37: Ich kenn's ein bisschen Und dann sind wir noch gar nicht bei der Person die man dann sozusagen aus der Beobachterrolle sieht dass sie natürlich noch stärker das was du jetzt erzählst da sind wir jetzt schon in der Praxis.
00:06:48: Genau wenn ich das Schreiben auch dazu tue habe ich diese Beobachterinnen Position noch eine Spur stärker, weil ihr auch das Schreiben so viel Distanz schafft zu dem Geschriebenen.
00:07:00: Aber ich finde ja immer schön wenn die Dinge, die praktiziert werden oder die ja auch eben in der Schreibtherapie zum Beispiel gängig sind, wenn sie auf diese Art dann auch nochmal gut erklärt werden können.
00:07:10: warum ist es eigentlich so?
00:07:12: Was wirkt da?
00:07:13: Ja was ist da los im Gehirn?
00:07:15: Genau also ich kenn's jetzt, wenn wir schon über die Praxis reden Beide kommen jetzt aus der hypnosystemischen Ecke und da geht es ja viel um Assoziere und Dissozieren.
00:07:26: Mit was absorbiere ich mich von der Aufmerksamkeit her, mit etwas... Von was distanziere ich mich?
00:07:31: eher sozusagen und ich kenne es jetzt weniger vom Schreiben als du natürlich, aber zum Beispiel von Flipcharts.
00:07:36: Da ist es ja auch so dass die Leute oft entfernen uns gerade ein bisschen, aber trotzdem ein bissel mehr Ideen haben wenn sie auf den Flipchat schauen oder von weiter weg draufschauen wie im Museum, wenn man sich einen Bild anschaut hat man dann mehr Zugang, weil man halt nicht so assoziere ist mit diesem Problem erleben.
00:07:54: Also mit diesem bedrängten Erleben und das ist schon etwas was mich auch sehr daran erinnert hat als ich die Studie da gefunden habe.
00:08:02: Du bist jetzt eh schon mittendrin eigentlich bei Beginnenden Ableitungen oder was es bedeutet für die Praxis?
00:08:08: Was hast du dir da noch welche Gedanken
00:08:10: dazu?
00:08:11: Ja also prinzipiell diese Neiligenden sind wie gesagt das was wir schon besprochen haben sehr viel Arbeit mit dem Flip-Chart.
00:08:18: Ich persönlich externalisiere auch ganz gerne, also was für die Leute das vielleicht weniger ein Begriff ist?
00:08:24: Also wenn man so ein bestimmtes Erleben oft ein Problem erleben und ein sehr bedrängtes bisschen im Außen sieht, entweder in einer Immagination oder durch ein Symbol oder irgendwo, wie man da am Sessel sitzen hat... Da merkt man ganz schnell, dass es einen anderen Zugang gibt.
00:08:40: Das ist diese eine Geschichte, wenn's jetzt rein um dieses Dissozieren geht!
00:08:46: Ich persönlich aber habe auch spannenderweise das sehr schnell umgedreht und haben mir dann gedacht, wie erlebe ich es oft in der Praxis unabsichtlich.
00:08:56: Es gibt Klientinnen und Klienten, die ihr sozusagen... vielleicht auch, da bin ich immer sehr vorsichtig.
00:09:05: Aber wo so die Idee nahe liegt gerade weil sie vielleicht emotional schon zu viel gespürt haben oder überlastet waren, überfordert sich eine sehr identische Sprache angeeignet haben im Alltag also die so zieht sich schon ausdrücken.
00:09:21: Also da gibt es Menschen die sitzen ja dann hier und sagen Ja ... da hat man das halt so gelöst.
00:09:28: Und das hat man dann halt so.
00:09:29: und man sollte halt schon, ja also sehr viel Mann-Mann-Mannen... ...und wenig ich fast gar kein Ich.
00:09:37: Das ist für mich immer ein vorsichtiger Hinweis darauf,... ...also mir fällt es dann einfach auf manchmal.
00:09:42: Manchmal mache ich's zum Thema, manchmal auch nicht.
00:09:44: Ich will's auch nie überbewerten muss ich fairerweise sagen.
00:09:47: Also auch wenn jemand zuhört, sagt oh Gott!
00:09:48: Das sage ich in einem halben Tag.
00:09:50: Ja also dass alleine... wäre es ja fahrlässig, wenn man da jetzt irgendwie große Ableitungen trifft.
00:09:55: Aber sie ist zumindest... Es ist Information und es ist eine Ausdrucksweise unseres Gegenübers und kann manchmal spannend und konstruktiv dann verwendet werden.
00:10:04: Und das ist sozusagen was die Leute sich angeschaut haben in den Studien.
00:10:08: Das machen Menschen manchmal... Man kann jetzt sagen unabsichtlich oder im Alltag sowieso schon.
00:10:14: Ja also intuitiv eigentlich?
00:10:16: Intuitiv
00:10:16: genau dass Sie sagen auch bei sehr emotional beladenen Themen da weiter wegrücken.
00:10:22: Und ich finde es spannend, weil das manchmal in der Therapie eher als Indiz dafür gesehen wird dass da irgendwas nicht stimmt wenn ich jetzt sehr runterbreche während es eigentlich eben auch durch die des Lesen dieser Studien als große Ressource oder als Möglichkeit auch angesehen wird, dass man das bewusst nutzt
00:10:42: ja beziehungsweise möglicherweise einfach auch eine gute Differenzierung trifft, oder?
00:10:46: Also wo ist es hilfreich mich auf diese Art zu distanzieren und mal das Mann oder so zu verwenden.
00:10:52: Und wo wäre es aber vielleicht hilfreich wieder dass ich ein bisschen mehr einzusetzen nämlich bei den Berichten was um etwas Gutes, was Ressourcen volles oder stärkendes geht.
00:11:02: Oder also ich könnte mir gut vorstellen dass man in der Praxis auch mit Menschen manchmal dann gut schauen kann, in welchen Erzählungen ist es denn was Feines bei dem Mann zu bleiben um diese Distanz zu haben.
00:11:12: Aber in welchem Erzählung?
00:11:14: Dort wo es eben um Hilfreiches geht wäre es irgendwie schön wieder das ich mehr reinzukriegen.
00:11:20: Das ist jetzt was ich mir noch dazu denke.
00:11:21: Genau ja also du hast das eh super zusammengefasst.
00:11:25: da wieder Unterschiedsbildung machen und schauen wo wenn's zusehen eine sehr abgespaltene Richtung geht sage ich mal.
00:11:31: Kann natürlich auch wichtig sein dass man dann einfach auch den Bezug zur sich wieder herstellt Aber mit der Grundidee, dass es ja auch immer eine Kompetenz ist das zu tun sozusagen hypnosystemisch gesehen.
00:11:42: Absolut!
00:11:43: Auch das natürlich immer mit Begleitung und mit Vorsicht.
00:11:47: Und trotzdem macht Sinn sich dann sehr mit den kraftvollen Anteil oder mit der Energie mit dem wiederzuverbinden und da einfach auch zu schauen redet die Person deinerseits und wenn nicht kann man sie hier einfach auch anbieten.
00:12:00: Hast du noch Gedanken zur Praxis oder würde das für dich okay sein, wenn man auch zum Alltag dann jetzt schon weitergeht?
00:12:05: Ich finde es verläuft sich da sehr.
00:12:09: Also es greift sehr ineinander und von dem her können wir das auch gerne mischen.
00:12:17: Es gibt ja so viel Perspektiven wie macht man das selber.
00:12:20: Weil auch
00:12:21: z.B.,
00:12:21: das war auch ein bisschen ein Fazit für mich... Das ist jetzt zum Beispiel die Brücke, Alltag aber auch irgendwie nicht.
00:12:28: Also wie können es wir nutzen als Therapeutinnen und Therapeuten?
00:12:32: Und noch da ist es sehr naheliegend dass man zum Beispiel sagt okay naja wenn wir vielleicht mal erschöpft sind in oder nach einer Stunde das auch einfach als Tool oder als Idee anzuwenden Dass wir das kurz, dass man da eine Stunde sagt okay wow in deinem Fall war für Ursula gerade sehr herausfordernd.
00:12:56: Was hat sie da so herausgefordert?
00:12:58: Das ist da einfach auch ein bisschen, kann ich schon etwas sagen, Burnout-Provention gehen kann, dass sich da vielleicht selbst mal in der dritten, also beim Namen nennt sozusagen...
00:13:10: Ich glaube, eine Situation wo wir das ja ganz intuitiv oft machen ist wenn uns was passiert oder?
00:13:14: Also wenn mir das Helferl runterfällt und in tausend Scherben zu spritet dann stehe ich daneben lachen und sage na was ist da Ursula denn da passiert.
00:13:21: Genau!
00:13:22: In
00:13:22: solchen Situationen würde ich sagen fällt es mir... also jetzt will ich dir so zuhören am meisten vielleicht auf dass wir das manchmal machen.
00:13:29: Ja das und auch eben so wie du es gerade gesagt hast das war ganz cool weil auch bei Cross und die Kolleginnen von zwei Vierzellen haben sich dann eben auch angeschaut wenn Personen emotional aufwühlen, die Schilderungen gerade erleben oder die halt reaktivieren und stecken.
00:13:45: Wenn man da ist einfach fast eben wie du sagst manchmal automatisch passierende Einladung sagt okay wow was hätte die Ursula denn da gebraucht?
00:13:54: Oder der Alex da?
00:13:56: Was wäre da besser?
00:13:57: Und was braucht der gerade?
00:13:59: Das alleine haben die Erkannt, zum Beispiel hat auch danach dieses Krübeln und dieses Reflektieren massiv abgekürzt.
00:14:07: Sehr interessanter Punkt!
00:14:08: Die Namensgruppe hat dann viel weniger hinterher gekrübelt sich weniger geschämt für eigene Leistungen wenn es zu Prüfungssituationen waren.
00:14:19: also das ist etwas was da anscheinend auch noch sehr hilfreich sein kann.
00:14:24: Oh, sehr spannend!
00:14:24: Also wirklich auch Richtung Grübeln.
00:14:26: Das finde ich für sehr viele Leute glaube ich sehr
00:14:28: hilfreich.
00:14:29: Genau, Richtung Grübeln.
00:14:30: und vor allem weil es für so oft auftretende Themen auch interessant ist also gerade bei Prüfungsangst, bei Bewerbungsgesprächen, verschwierigen Gesprächen nehmen und führen muss... ...ist das eine sehr niederschwellige Geschichte.
00:14:42: Mir ist wichtig die ja auch ziemlich sicher dass jetzt nicht der Eindruck entstehen darf, das ist sozusagen ein Allheilmittel für jegliches schweres Erleben und Traumotherapeutisch.
00:14:54: Das geht es gar nicht weil das reicht natürlich leider oft vermutlich zumindest nicht ich halte niemanden auf aber es macht sehr schnell Es ist extrem niederschwellig.
00:15:05: man kann das extremst schnell als Hausübung mitgeben den Leuten auch im Alltag sagen selber nutzen dass man einfach vor belastenden Ereignissen ganz kurz, dass aus dieser anderen sich wirklich beim Namen nennt.
00:15:16: Die Gedanken die man hat beim Namen nennst statt in der Ich-Form und das muss nicht maximaltiv therapeutisch irgendwie ein Prozess sein und es kann trotzdem ab Sekunde eins sozusagen halt nachweisbar dann ja weniger ich sage jetzt mal weniger aufwühlen und weniger emotional überfordern und das ist etwas das glaube ich generell einmal sehr hilfreiches.
00:15:36: Was ich mir gerade auch noch denke, also so eine Frage, die ich jetzt irgendwie wahrscheinlich nicht beantworten kann und du auch nicht.
00:15:42: Aber was ich mir grade noch denke ist ein bisschen auch die Sache mit jemand anderem habe ich oft mehr Mitgefühl als mit mir selbst.
00:15:49: Wenn ich es schaffe von außen etwas mehr auf mich als Person drauf zu stehen, vielleicht kann das sogar in einem oder anderen Fall mal auch dieses Selbstmitgefühl erhöhen
00:16:00: Weil
00:16:01: ich mir gegenüber ist für viele Leute etwas ganz Schwieriges.
00:16:05: Die können den besten Freunden, Freundinnen und Kindern, Partnern, Partnerinnen wem sich nicht wem gegenüber wahnsinnig liebevoll großzügig und fürsorglich sein und sich selbst gegenüber oft ein bisschen das weniger anwenden.
00:16:17: Und ich habe keine Ahnung ob es irgendwie zulässig ist den Gedanken da jetzt gerade auch noch so in die Richtung zu drehen.
00:16:24: aber...
00:16:24: Ich glaube schon weil also diese aktuellere Studie sozusagen gut haben sich das ja eingeschossen und die hat dann maximal, also wirklich nur interessiert.
00:16:35: Ist es anstrengend sozusagen?
00:16:36: Das ist jetzt ein bisschen zu kurz gekommen aber das war auch so ein bisschen der Aufhänger eigentlich natürlich dass es hier einfach gut ist das auch für Leute zu verwenden oder in den Hand zu bieten die sich halt schon überfordert fühlen oder sehr energielos und kraftlos weil Sonst Probleme haben, dass sie das Kognitive vielleicht gar nicht so hinkriegen in der derzeitigen Situation.
00:16:59: Also die hat wirklich interessiert kann man das Leuten sozusagen zumuten und haben gemerkt, das Gehirn ist super entspannt und distanziert und es ist nicht kognitiv anstrengend.
00:17:08: aber was du sagst, das war ja mehr so.
00:17:10: die Grundidee von zwei vier Zentern von dem ersten Team Und würde ich jetzt auch unterschreiben, dass natürlich durch diese leichte Diskussion, dass man sich von außen sieht oder schreibt, oder eben alleine den Namen einsetzt.
00:17:24: Dass da vielleicht einfach mehr Ideen möglich sind durch diesen Abstand und man da einfach mehr Zugänge hat, mehr Perspektiven wechseln kann oder eben auch mehr Mitgefühl empfinden kann stattdessen man ständig in dieser Selbstreferenz drin ist.
00:17:37: Also absorbiert mit dem Problematischen.
00:17:41: Schön!
00:17:42: Und relativ simpel?
00:17:43: Ich mag die Simpel.
00:17:43: Relativ simpel und genau.
00:17:45: wie gesagt ich glaube auch wenn man mit schreibenenden Interventionen Freude hat ist das natürlich Das El Dorado, weil wie gesagt, ich meine, da müsste man wahrscheinlich jetzt eigene Folge wieder machen und das weißt du besser.
00:17:56: Aber alleine so wie vorhin, wie du erzählt hast – das kann man ja auch von sich aus mal anwenden zu Hause, dass man da über sich selbst schreibt in dieser Beobachterinnenhaltung, dass es einfach wahrnimmt, wie tut mir das wenn ich das mal so sehe?
00:18:10: Wenn ich damit Abstand habe….
00:18:12: Da gibt es unfassbar viele Arten, wie man das nutzen kann.
00:18:15: Ja genau und das ist wirklich sehr simpel.
00:18:17: also auch wenn ich eine Situation erlebe die jetzt... Ich meine das muss jetzt keine ganz heftige Situation sein aber manchmal gibt's ja Situationen im Alltag die uns einfach ein bisschen beschäftigen oder wo wir beim Einschlafen noch darüber nachdenken und diese Situation dann einfach aufzuschreiben mit mir in der dritten Person als Figur dort in dieser Situation oder Geschichte drin kann wirklich wunderbare Effekte haben.
00:18:39: Super!
00:18:41: Schön.
00:18:41: Also wir laden alle ein, das auszuprobieren und
00:18:45: uns dann gerne auch zu berichten, was es gemacht hat und wie die Erfahrungen damit sind.
00:18:50: Und dann sage ich danke lieber Alex für diese wunderbare
00:18:53: Studie
00:18:53: und diese Ergebnisse.
00:18:54: Vielen Dank!
00:18:55: Ich bin schon jetzt gespannt, was du es nächstes Mal mithaben wirst.
00:18:58: Ja, ich auch.
00:19:01: Ebenfalls natürlich, gell?
00:19:03: Dann einen schönen Tag und
00:19:05: bis zum nächsten mal, ciao!
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