Wie unsere Stimmung die Verangenheit ändert
Shownotes
Was, wenn ausgerechnet Menschen mit einer pessimistischen Grundhaltung besonders gut auf therapeutische Interventionen ansprechen? Und was hat meine Stimmung von heute damit zu tun, wie ich an gestern denke?#Studie 1: Pessimismus und Schmerzwahrnehmung In einem Experiment mit TENS-Geräten zeigte sich: Pessimistisch eingestellte Teilnehmerinnen erlebten unter negativer Suggestion deutlich mehr Schmerz – aber sie profitierten auch am stärksten, wenn die Erwartungshaltung gezielt in eine positive Richtung gelenkt wurde. Ein Pendel, das in beide Richtungen schwingt. Was bedeutet das für die therapeutische Arbeit mit Menschen, die in einem sehr eingeengten, negativen Fokus feststecken? Und was sagt uns das über unsere eigene Erwartungshaltung als Therapeutinnen? Studie 2: Aktuelle Stimmung färbt die Vergangenheit Wie wir Vergangenes erinnern und bewerten, hängt stärker von unserer gegenwärtigen Stimmung ab, als wir oft annehmen. Das zeigt ein Experiment, in dem der zuletzt gesehene Gesichtsausdruck die Bewertung aller vorherigen Eindrücke beeinflusste. Für die Praxis bedeutet das: Die Gegenwart ist kein neutraler Beobachter der Vergangenheit – sie ist deren Mitautorin. Ursula teilt außerdem konkrete Techniken aus dem Hypno-Writing, die genau hier ansetzen.
Fang X, Liu W, Kawakami K. Evaluating past emotions in changing facial expressions: The role of current emotions and culture. Emotion. 2024 Feb;24(1):213-224. doi: 10.1037/emo0001263. Epub 2023 Jul 6. PMID: 37410435.
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